print

Forschung an der Klinik für Hämatologie und Onkologie

Die Krebsmedizin hat sich in den letzten 30 Jahren kontinuierlich verbessert. Bis zu Beginn der 80-iger Jahre des letzten Jahrhunderts waren medikamentöse Krebsbehandlungen nur für wenige Tumore vorhanden. Durch die Entwicklung neuer Krebsmedikamente wurde für viele Krebserkrankungen eine Heilung oder Lebensverlängerung möglich. Die Fortschritte sind durch klinische Studien möglich geworden. Die Entwicklung neuer Medikamente oder der Vergleich unterschiedlicher Therapieformen geschieht im Rahmen klinischer Studien, innerhalb derer die Patienten unter einer besonderen Obhut, bzw. Überwachung stehen. Dies garantiert eine bestmögliche Behandlung. Im Klinikum Neuperlach werden in der Hämatologie und Onkologie ausschließlich solche Studien angeboten. Die Teilnahme  ist freiwillig. Mit der Teilnahme an klinischen Studien wird an der Verbesserung einer Behandlung für Krebspatienten mit gewirkt.

 

1) PEAK Studie: Für Patienten mit metastasiertem Darmkrebs, welche ein bestimmtes Gen (KRAS Wildtyp) in sich tragen. Das Hauptziel dieser klinischen  Prüfung ist es zu untersuchen, ob das Prüfmedikament Panitumumab (ein Antikörper) in Kombination mit einer üblicherweise verwendeten Chemotherapie mit der Bezeichnung mFOLFOX6 wirksamer ist als die Kombination von Bevacizumab mit der üblicherweise verwendeten  Chemotherapie (mFOLFOX6).

Ansprechpartner

Prof. Dr. Karthaus, OA Dr. Nibler, OÄ Dr. Fleckenstein, OA Schäfer, Fr. Dr. Spießl, Fr. Dr. Siegmeth, Hr. Dr. Krainz

 

2) Save Onko Studie: Für Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhalten und ein erhöhtes Risiko haben, eine tiefen Beinvenenthrombose zu bekommen. Das Hauptziel dieser klinischen Studie ist es zu prüfen, ob ein neues blutverdünnendes Arzneimittel (AVE5026) wirksamer und sicherer ist als ein Scheinmedikament (Placebo), um tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien zu verhindern.

Ansprechpartner

Herr Dr. Krainz, Frau Dr. Schmidt, Herr Dr. Kurucz, Herr Prof. Dr. Karthaus

 

3) VELOUR-Studie: Für Patienten mit Darmkrebs, bei denen eine vorhergehende medikamentöse Behandlung (Chemotherapie), die das Medikament Oxaliplatin beinhaltete, keine Wirksamkeit mehr zeigte und nun eine Chemotherapie mit den Medikamenten Irinotecan, 5-Fluorouracil und Leucovorin erhalten. Zusätzlich erhalten die Patienten in dieser Studie das Prüfpräparat Aflibercept (ein Antikörper), welcher die Bildung neuer Blutgefäße an den Krebszellen entgegenwirkt, oder ein Scheinmedikament (Placebo).

Ansprechpartner

Prof. Dr. Karthaus, OA Dr. Nibler, OÄ Dr. Fleckenstein, OA Schäfer, Hr. Dr. Haffner, Hr. Dr. Krainz


4) Studie MT201-204: Für Patienten mit Darmkrebs, die bereits Lebermetastasen haben, welche vollständig operativ entfernt werden und danach eine Chemotherapie (mit den Medikamenten Oxaliplatin, 5-Fluorouracil und Leucovorin) erhalten. Diese wird mit dem Prüfmedikament Adecatumumab (ein Antikörper) kombiniert, welcher das Wachstum der Tumorzellen verhindern soll.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Karthaus, OA Dr. Nibler, OÄ Dr. Fleckenstein, OA Schäfer, Fr. Schmidt


5) EXPAND Studie: Für Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhren-/ Magenkrebs, welche eine Standard-Chemotherapie (Xeloda und Cisplatin) zusammen mit einem Prüfmedikament (dem Antikörper Cetuximab) erhalten oder nur die Chemotherapie. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob die Erkrankung mit Cetuximab besser behandelt werden kann als mit der alleinigen Verabreichung der Chemotherapie.

Ansprechpartner

Herr OA Dr. Schäfer, Herr Dr. Krainz, Herr Prof. Dr. Karthaus


6) OSHO#70 Studie: Für ältere (>65 Jahre) und jüngere Patienten mit fortgeschrittenem follikulären Non-Hodgkin-Lymphom. Ziel dieser Studie ist es, unter drei verschiedenen bisher erprobten Kombinationen einer Chemotherapie mit einem Antikörper (Rituximab) die  wirksamste Variante zu ermitteln.

Ansprechpartner

Frau OÄ Dr. Fleckenstein, Herr Prof. Dr. Karthaus

 

7) A8851009: Für Patienten mit einer Infektion des Schimmelpilzes Aspergillus (invasive Aspergillose). Das Ziel dieser Studie besteht darin, im Rahmen der Behandlung die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus zwei Antimykotika (Voriconazol plus Anidulafungin) mit der einer Monotherapie (Voriconazol allein) zu vergleichen.

Ansprechpartner

Herr Prof. Dr. Karthaus


8) Biomarker-Studie: Phase-2-Studie zur Beurteilung der Mechanismen der erworbenen Resistenz gegenüber Panitumumab bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs (KRAS – Wildtyp Gen), die innerhalb von 6 Monaten nach einer Oxaliplatin- oder Irinotecan- und Oxaliplatin-haltigen Chemotherapie radiographisch einen Tumorprogress aufweisen. Die Studie läuft in 2 Teilen:

Nach einer ersten Tumorbiopsie erhalten in Teil 1 alle Patienten Panitumumab + Irinotecan (alle 2 Wochen).  Dann startet Teil 2 der Studie. Hier ist zunächst eine erneute Tumorbiopsie erforderlich. Die Behandlung in Teil 2 ist Panitumumab + AMG 479 (ein Antikörper) ebenfalls alle 2 Wochen.

Patienten, die beim ersten Tumorassessment im Rahmen der Studie (nach 8 Wochen) bereits einen Tumorprogress haben, starten direkt mit Teil 2 der Studie - d. h. Panitumumab + AMG 479 (alle 2 Wochen). Eine erneute Biopsie ist bei diesen Patienten nicht erforderlich.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Karthaus, OA Dr. Nibler, OÄ Dr. Fleckenstein, OA Schäfer, Fr. Dr. Schipek, Fr. Schmidt, Hr. Dr. Krainz

 

9) Darbepoetin alfa: Für Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) und einem HB < 12. Das Hauptziel der Studie ist, Langzeitsicherheit und Wirksamkeitsdaten zu Darbopoetin alfa zu sammeln, welches mit einer Chemotherapie alle 3 Wochen verabreicht wird, im Vergleich zu einem Scheinmedikament, das ebenfalls alle 3 Wochen mit einer Chemotherapie verabreicht wird.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Karthaus, OA Dr. Nibler, OÄ Dr. Fleckenstein, OA Schäfer, Hr. Dr. Haffner


Prof. Dr. med. Meinolf Karthaus

Chefarzt


Sekretariat

Telefon: (089) 6794-2651

Telefax: (089) 6794-2448

cornelia.ludwig(at)klinikum-muenchen.de


Station 04

Telefon: (089) 6794-3340

Telefax: (089) 6794-3504

 

Station 61

Telefon: (089) 6794-2662

Telefax: (089) 6794-3069

 

Station 62

Telefon: (089) 6794-2665

Telefax: (089) 6794-2624


Tagesklinik für Hämatologie und Onkologie

Telefon: (089) 6794-2446

Telefax: (089) 6794-2743