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Blutungsembolisation

 

Blutungen werden zumeist durch Tumore, Entzündungen, Geschwüre, Verletzungen und Gefäßanomalien ausgelöst, aber auch als Komplikation nach einer Operation. Sie können arteriell und venös sein. Akute arterielle Blutungen können rasch zu einem lebensbedrohlichem Zustand führen, insbesondere wenn sie von außen nicht sichtbar und erreichbar sind - so zum Beispiel in der freien Bauchhöhle oder im Darm.

Im Magen- und Darmbereich ist die Endoskopie häufig das Verfahren der ersten Wahl zur Lokalisation und Therapie einer Blutung bei Ulcusleiden oder Divertikeln, in der freien Bauchhöhle ist es die Operation.

 

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung geeigneter dünner Katheter sowie neuer Materialien zur Embolisation können Blutungen nahezu im gesamten Körper schnell lokalisiert - und ohne operativen Eingriff minimal-invasiv effektiv therapiert werden.

Hierzu wird in der Angiographie unter Überwachung durch die Anästhesie in örtlicher Betäubung über die Leistenarterien und die Körperschlagader ein dünner Plastikschlauch (Katheter) in das Blutungsgebiet vorgeschoben. Nach Lokalisation der Blutungsquelle wird häufig ein zweiter dünner Katheter (ein sogenannter "Mikrokatheter") bis unmittelbar an die Blutungsquelle herangeführt und diese mit feinsten Metallspiralen gezielt verschlossen. Hierdurch wird das umgebende Gewebe geschont und die Gefahr einer anhaltenden Blutung über Umgehungskreisläufe minimiert. Eine Operation kann so in den meisten Fällen vermieden werden oder zumindest hinausgeschoben werden. Je nach Blutungsort beträgt die Erfolgsrate 70 bis 90%. Nebenwirkungen sind selten und treten meist in Form von nicht schmerzhaften rasch ausheilenden Durchblutungsstörungen auf.


Prof. Dr. med. Andrea Rieber-Brambs

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