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Tumorembolisation / Chemoembolisation

 

Neben der Operation und direkter örtlicher Verfahren wie der Radiofrequenzablation und der Alkoholinstillation besteht bei einigen Tumoren der Leber und anderer Organe als weitere Therapieoption die sogenannte Embolisation oder auch die Chemoembolisation.

 

Dabei wird in örtlicher Betäubung ein dünner Katheter über die Leiste in die entsprechende Organarterie vorgeschoben. Über die den Tumor versorgenden Arterien werden dann innerhalb von 15 bis 30 Minuten unter ständiger Röntgenkontrolle flüssige oder partikelförmige Materialen in Kombination mit einem chemotherapeutischen Medikament (Chemoembolisation) oder auch alleinig (Embolisation) gezielt in den Tumor gespritzt. Im Gegensatz zur herkömmlichen intravenösen systemischen Chemotherapie können mit diesem Verfahren vielfach höhere Konzentrationen des Chemotherapeutikums im Tumor bei geringeren Nebenwirkungen erzielt werden.

 

Ziel der Therapie ist das Abtöten der Tumorzellen mit einem Wachstumsstillstand bzw. Schrumpfen des Tumors durch die fehlende Durchblutung in Kombination mit der Wirkung des Zytostatikums. Auch können Tumore nach dieser Therapie erst operabel werden oder mit einem geringeren Risiko operiert werden.

 

Bestimmte Tumore, insbesondere das Leberzellkarzinom sprechen in vielen Fällen sehr gut auf diese Therapie an.

 

Nach der Untersuchung wird der Katheter gezogen, es wird ein Druckverband an die Leiste angelegt und Sie müssen für 12 Stunden Bettruhe halten.

 

Häufige Nebenwirkung der Embolisation / Chemoembolisation ist das sogenannte Postembolisationssyndrom mit grippeähnlichen Symptomen wie Temperaturerhöhung, Abgeschlagenheit und Übelkeit, die in der Regel nach 1 bis 2 Tagen zurückgehen und medikamentös gut kontrollierbar sind.

 


Prof. Dr. med. Andrea Rieber-Brambs

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