
Leistungen der Klinik für Hämatologie und Onkologie
Krebserkrankungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Bei der Behandlung von Krebserkrankungen werden stetig erfreuliche Fortschritte erzielt. Therapieerfolge bei Blut- und Krebserkrankungen werden möglich durch Neuentwicklungen von Medikamenten, individuell abgestimmte Kombinationen verschiedener Therapieverfahren und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die klassischen Behandlungsmöglichkeiten für Krebserkrankungen sind Operation, Strahlen- und Chemotherapie. Unter Chemotherapie versteht man die Gabe von Medikamenten (Zytostatika) in Form von Infusionen oder Tabletten, die die Tumoren am Wachstum hindern oder auch abtöten. Nebenwirkungen sind heute durch moderne Begleitmedikamente in der Regel gut beherrschbar. Die größten Erfolge erzielt die Chemotherapie bei Hodenkrebs, Lymphomen und Leukämien. So ist z. B. Hodenkrebs auch in fortgeschrittenen Stadien heute zu über 90% heilbar. Aber auch bei Tumoren, bei denen nach dem Ausbreitungsstadium leider keine Heilung mehr möglich ist, gelingt durch Chemotherapie meist eine Linderung der tumorbedingten Symptome (palliative Therapie). Die Lebensqualität soll hierdurch verbessert und ebenso soll der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst werden, damit der Patient so lange wie möglich ein aktives Leben führen kann.
Nachfolgend möchte ich Ihnen unsere Klinik näher vorstellen - auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam fühlen wir uns dem Wohl unserer Patientinnen und Patienten verpflichtet und möchten Ihnen zusätzlich zur bestmöglichen medizinischen Versorgung auch mit unserem persönlichen Einsatz eine ganzheitliche Betreuung anbieten.
Wir führen auf unseren Stationen pro Jahr über 3.800 Behandlungen bei Blut- und Krebserkrankungen durch. In der onkologischen Tagesklinik werden über 3.500 tagesklinische Behandlungen durchgeführt.
Klinische Studien
In der Klinik für Hämatologie und Onkologie sehen wir uns verpflichtet, den Patienten die bestmögliche und aktuellste Behandlung anzubieten. Es ist ein Ausweis der besten medizinischen Behandlungsqualität, wenn die Teilnahme innerhalb klinischer Therapiestudien stattfindet, die einen Teil des Leistungsangebots unserer Klinik darstellt.
Für folgende Erkrankungen können wir Patienten eine Studienteilnahme anbieten:
- Kolonkarzinom (Darmkrebs)
- Magenkarzinom (Magenkrebs)
- Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)
- Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
- Lymphome (Lymphknotenkrebs)
- Leukämien (Blutkrebs)
- Mammakarzinom (Brustkrebs)
- Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)
- Studien zur Prophylaxe von Nebenwirkungen der Krebstherapie (Supportive Therapie)
Nähere Einzelheiten finden Sie beim Punkt Forschung
Schwerpunkte der Klinik für Hämatologie und Onkologie
sind die Diagnostik und Therapie von Bluterkrankungen und von bösartigen Tumoren. Wir behandeln vor allem Tumoren von Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse, der Lunge, der Brust, der Eierstöcke sowie der Niere und Prostata. Die Therapie von Leukämien (Blutkrebs), Lymphomen (Lymphknotenkrebs), Sarkomen (Bindegewebskrebs) und des Plasmozytoms zählt ebenfalls zu den Schwerpunkten der Klinik.
Die fachübergreifende Zusammenarbeit wird in der Klinik für Hämatologie und Onkologie groß geschrieben. Zusammen mit der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie und der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, endokrine Chirurgie und Coloproktologie werden gemeinsame Entscheidungen bei der Diagnostik und Therapie im Rahmen der Tumorkonferenz festgelegt. Somit werden Tumorpatientinnen und -patienten grundsätzlich interdisziplinär behandelt. In den interdisziplinären Konferenzen treffen und beraten sich wöchentlich regelmäßig Expertinnen und Experten aus allen beteiligten Fachdisziplinen, um ein individuelles Konzept für eine bestmögliche Behandlung des Patienten festzulegen.
Die Internistische Tumortherapie erfolgt in der Regel in Form von Chemo-, Hormon-, Immun- oder Antikörpertherapien sowie unterstützenden Maßnahmen (Supportivtherapie). Alle diese Methoden und Therapieansätze bieten wir auf modernstem Stand an. Einzig die allogene Stammzelltransplantation wird in der Klinik nicht durchgeführt. Hier bestehen jedoch enge Kooperationen mit den Universitätskliniken in München. Bei vielen Erkrankungen besteht für unsere Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, im Rahmen von Studientherapien eine Behandlung mit neuesten noch nicht frei erhältlichen Medikamenten zu erhalten.
Bei manchen Patientinnen und Patienten steht nicht die aktive Krebstherapie im Vordergrund, sondern es werden so genannte unterstützende Maßnahmen (supportive Therapie) angewandt. So erhalten diese Patientinnen und Patienten z. B. Substanzen zur Knochenstabilisierung, oder sie stellen sich zur Transfusion von Blutkomponenten, Ernährungstherapie oder zur Verbesserung der Schmerztherapie vor.
Trotz aller Fortschritte in der Krebsbehandlung ist eine Heilung aller Erkrankungen bei vielen Patientinnen und Patienten auf Dauer nicht möglich. Auf unserer Palliativeinheit (8 Betten) arbeiten wir interprofessionell mit Schmerztherapeuten und geschulter psychoonkologischer und seelsorgerischer Betreuung zusammen. Eingebettet ist die Betreuung auf der Palliativeinheit in ein Versorgungsnetz mit dem Sozialdienst der Klinik, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Hospizvereine Ottobrunn und Ramersdorf und einer ambulanten Palliativversorgung in Kooperation mit den Hausärztinnen und -ärzten. Mit diesem Konzept sind wir ganz "nah am Menschen" und erhalten unseren Patientinnen, Patienten und ihren Angehörigen eine möglichst hohe Lebensqualität auf dem letzten Stück ihres Lebensweges.

Prof. Dr. med. Meinolf Karthaus
Chefarzt
Sekretariat
Telefon: (089) 6794-2651
Telefax: (089) 6794-2448
Station 04
Telefon: (089) 6794-3340
Telefax: (089) 6794-3504
Station 61
Telefon: (089) 6794-2662
Telefax: (089) 6794-3069
Station 62
Telefon: (089) 6794-2665
Telefax: (089) 6794-2624
Tagesklinik für Hämatologie und Onkologie
Telefon: (089) 6794-2446
Telefax: (089) 6794-2743
