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Patientinneninformation

Einige Gynäkologische Erkrankungen aus unserem Behandlungsspektrum

 

Brusterkrankungen

Etwa drei Viertel aller Brusttumoren sind gutartig und können in den meisten Fällen problemlos beseitigt werden. Sie gehen vom Bindegewebe (Fibrome), vom Drüsengewebe (Mastopathie) oder selten vom Fettgewebe (Lipome) aus. Zu den gutartigen Erkrankungen der Brust zählen auch Brustentzündungen.

Bösartige oder maligne Tumoren der Brust (Mammakarzinome) gehen vom Drüsengewebe der Brust aus. In Deutschland wird etwa bei jeder zehnten Frau im Laufe ihres Lebens Brustkrebs festgestellt. Er ist hierzulande die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt ab dem vierten Lebensjahrzehnt mit zunehmendem Alter stetig an.

 

Diagnostik

Neu aufgetretene Veränderungen der weiblichen Brust müssen rasch und umfassend abgeklärt werden. Neben der sog. bildgebenden Diagnostik wie Ultraschall, Mammographie und ggf. einer Kernspintomographie, ist häufig eine feingewebliche Untersuchung erforderlich. Dabei wird durch eine Stanzbiopsie ein kleines Stückchen Gewebe aus der Brust entnommen. Je nach Befund entscheidet sich, ob weiter behandelt werden muss.

 

Operation

Besteht der Verdacht auf Brustkrebs, ist in den meisten Fällen eine Operation erforderlich. Während des Eingriffs kann der Arzt einen sogenannten Schnellschnitt des Gewebes erstellen, die ihm die Diagnose "Mammakarzinom" letztendlich bestätigt oder nicht. Der Knoten bzw. das bösartige Gewebe wird mit einem Sicherheitssaum entfernt, weiterhin ist dann in der Regel in der gleichen Sitzung die Entfernung der Achsellymphknoten notwendig.
In 70% der Fälle kann brusterhaltend operiert werden, die Entfernung der kompletten Brust ist nur mehr in maximalem einem Drittel aller Fälle unter speziellen Bedingungen erforderlich.

 

Nachbehandlung

Nach der Operation behandeln wir in unserer Abteilung die Patientinnen weiter mit Chemo-, Hormon- und/oder Immuntherapie, die Therapie wird indiviuell nach den entsprechenden Befunden eingeleitet. Nach brusterhaltenden Eingriffen ist auch eine Strahlentherapie nötig, um die gleiche Sicherheit zu haben wie nach einer kompletten Entfernung der Brust. Diese wird in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Strahlentherapie am Krankenhaus München-Schwabing durchgeführt.
Bei fortgeschrittenen Erkrankungen, wiederauftretenden Erkrankungen (Rezidive) oder vorhandenen Metastasen führen wir ebenfalls je nach den Erfordernissen eine individuell angepaßte systemische Therapie durch.

Unsere Therapiestrategien richten wir nach den neuesten internationalen wissenschaftlichen Erkenntissen und den Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften.

 

Krankhafte Veränderungen an Eileitern und Eierstöcken

Eileiter und Eierstöcke können gutartige (z.B. Entzündungen), aber auch bösartige Erkrankungen aufweisen. Zur Diagnostik gehören Ultraschalluntersuchungen, Laboruntersuchungen sowie gegebenenfalls eine Bauchspiegelung im Rahmen einer minimal-invasiven Operation. Bei größeren oder bösartigen Tumoren muss unter Umständen auch ein Bauchschnitt vorgenommen werden. Bei umfangreichen operativen Eingriffen behandeln wir sie interdisziplinär in Kooperation mit unseren Spezialisten anderer Fachdisziplinen, wie Chirurgen oder Urologen hinzu.

 

Diagnostik und Therapie der Harninkontinenz

Harninkontinenz bedeutet den unkontrollierten Verlust von Urin. Nicht nur ältere, sondern durchaus auch junge Frauen können davon betroffen sein. Unsere Abteilung verfügt über einen sogenannten „urodynamischen Messplatz“, der eine genaue Funktionsdiagnostik ermöglicht. Denn erst, wenn die Ursachen der Erkrankung abgeklärt sind, kann eine gezielte Therapie eingeleitet werden.

Für jede Patientin wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt: Dieses kann sich auf die Gabe von Medikamenten, wie östrogenhaltige Salben stützen, die die Durchblutung fördern.

Es kann aber auch eine operative Korrektur bedeuten. Dabei wird über einen minimal-invasiven Eingriff (Stichwort „Schlüssellochchirurgie“) eine Bandeinlage (TVT, IVS) eingesetzt, die den Verschluss der Harnröhre verbessert.

 

Behandlung der Beckenboden-Senkung

Eine Senkung des Beckenbodens kann sich durch Druckgefühl im Bereich der Scheide oder einen Vorfall bemerkbar machen. Je nach Ausprägung und Begleitsymptomatik (unwillkürlicher Harnabgang) kann durch die Rekonstruktion des Beckenbodens in einer Operation Abhilfe geschaffen werden.

 

Erkrankungen der Gebärmutter

Gutartige Geschwulste der Gebärmutter (Myome), sowie auch durch bösartige Erkrankungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses können sich durch Blutungsstörungen bemerkbar machen.

Die genaue Abklärung erfolgt durch eine Spiegelung der Gebärmutterhöhle, einer sogenannten Hysteroskopie und einer Ausschabung. Gegebenenfalls muß auch eine größere Gewebeprobe am Gebärmutterhals entnommen werden (z.B. Konisation).

Danach wird individuell entschieden, ob die gesamte Gebärmutter oder nur Teile entfernt werden müssen. Bei der Entfernung von Myomen und anderen Geschwülsten bemühen wir uns, das Organ zu erhalten.

Wir operieren nach Möglichkeit mit dem besonders schonenden Verfahren der minimal-invasiven Chirurgie, bei dem größere Hautschnitte vermieden werden. In jedem Fall stimmt der Arzt das jeweilige Vorgehen individuell mit der Patientin ab.


Dr. med. Olaf Neumann

Chefarzt


Sekretariat

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frauenklinik.ks(at)klinikum-muenchen.de


Terminvergabe

(Stationäre Aufnahmen, OP-Termine)

 

Gynäkologische Ambulanz

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Casemanagement

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Station 51d (Gynäkologie)

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