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Leistungsspektrum

Wir führen in unserem Institut sämtliche Verfahren der modernen Radiologischen Diagnostik im Erwachsenen- und Kinderbereich durch. Die Abteilung verfügt über

  • zwei Multislice-Computertomographen (16- und 64 Zeiler)
  • zwei Magnetresonanztomographen (1 Tesla und 3 Tesla)
  • eine biplane Flachdetektor-Angiographie zur Gefäßdiagnostik und für interventionelle Eingriffe
  • mehrere Ultraschall-Geräte mit Farbdoppler
  • Durchleuchtungsgeräte mit gepulster Durchleuchtung zur Strahlenreduktion
  • mehrere Röntgenarbeitsplätze mit Dedektoren bzw. Speicherfolien
  • Digitale Mammografie
  • RIS und PACS

Die Arbeitsplätze sind komplett digitalisiert, die Untersuchungen im PACS abrufbar. In täglichen Röntgendemonstrationen stellen wir die Ergebnisse der Untersuchungen den Kollegen der Fachabteilungen vor. Im interdisziplinären Gespräch werden diagnostische und therapeutische Strategien diskutiert und festgelegt. Durch die regelmäßige Kommunikation und Konsultation werden Untersuchungsabläufe zum Wohle der Patienten optimiert. 

 

 

Schwerpunkte

 

Schnittbilddiagnostik

 

Magnetresonanztomographie (MR)

Magnetresonanztomographie, auch als Kernspintomographie bezeichnet, ist ein modernes, diagnostisch sehr wertvolles Verfahren, das ohne Anwendung von ionisierenden Strahlen Bilder aller Körperregionen in jeder Raumrichtung in hervorragendem Weichteilkontrast erstellen kann. Der Bedeutung der Methode trägt die Tatsache Rechnung, daß die Entdecker der Kernspintomographie, Paul Lauterbur und Sir Peter Mansfield, mit dem Nobelpreis für Medizin 2003 ausgezeichnet wurden.

MR-Kontrastmittel kommen regelmäßig zum Einsatz. Sie sind komplexgebundene sog. "Seltene Erden" (Gadoliniumchelate). In unserem Institut werden routinemäßig MR-Untersuchungen von Kopf, Hals, Bauchraum, Extremitäten, Wirbelsäule und Gelenken durchgeführt. Für spezielle Fragestellungen bieten wir zusätzlich folgende Anwendungen an:

  • MR-Angiographie (Gefäßdarstellung der Arterien und Venen von Kopf und Hals, Brust- und Bauchraum, sowie des Beckens und der Beine)
  • MR-Cholangio-Pankreatikographie (MRCP), Darstellung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge)
  • MR-Urographie (Darstellung der ableitenden Harnwege)
  • MR-Myelographie (Darstellung des Rückenmarkkanales)
  • MR-Arthrographie (Darstellung der Gelenkbinnenräume)
  • MR-Sialographie (Darstellung der Ausführungsgänge der großen Kopfspeicheldrüsen)
  • Liquorflußdynamik (z.B. beim kindlichen Hydrocephalus)
  • Diffusions-MRT (akute Schlaganfalldiagnostik, Tumordiagnostik)
  • Kontrastmitteldynamik (zur Tumordifferenzierung z.B. Hirnanhangdrüse, Leber, Bauchspeicheldrüse)
  • MR-Mammographie (Abklärung unklarer Befunde in der weiblichen Brust)
  • Präoperative Diagnostik im Rahmen der Neuronavigation in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie
  • Spezielle Geräteausstattung zur Durchführung von MR-Untersuchungen in Narkose, z.B. bei Säuglingen, Kleinkindern und Intensivpatienten.

 

Computertomographie (CT)

Die Vorteile der Multislice-Computertomographie sind die extrem kurzen Raumzeiten für den Patienten, bei schneller Verfügbarkeit gepaart mit höchster diagnostischer Aussagekraft der Methode. Durch die Multislice-Technologie können auch größere Körpervolumina lückenlos mit einmaligem Atemanhalten gescannt werden. Bilder können in jeder Raumrichtung rekonstruiert werden, die Volumenberechnung aus dem Datensatz erlaubt 3-D Darstellungen insbesondere von Knochen oder Gefäßregionen. Die moderne Technologie erlaubt durch Gewicht- und Durchmesser adaptierte automatische Dosismodulation eine deutliche Reduktion der Strahlenbelastung. Der Einsatz von jodhaltigen Kontrastmitteln ist in den meisten Fällen nötig, normale Nieren- und Schilddrüsenwerte vorausgesetzt. In der Routinediagnostik führen wir Untersuchungen von Kopf, Hals, Brust- und Bauchraum, sowie der Wirbelsäule durch. Daneben kommen folgende Spezialanwendungen zum Einsatz:

  • Angio-CTs der Kopf-, Hals- und Thorax und Abdominalregion mit der Möglichkeit multiplanarer, dreidimensionaler Rekonstruktionen
  • Perfusions-CT im Rahmen der Schlaganfalldiagnostik
  • 2D- und 3D-Rekonstruktionen, z.B. bei Frakturen, knöchernen Missbildungen, bei Aneurysmen, und Tumoren zur Operationsplanung
  • Dynamische CT mit Mehrphasendarstellung zur Tumordiagnostik
  • Hochauflösende CT mit dünnsten Schichtebenen, z.B. Diagnostik von Lungengerüsterkrankungen, Felseinbeindiagnostik, Knochenerkrankungen und -verletzungen
  • Präoperative CT-Diagnostik im Rahmen der Neuronavigation
  • Kardio-CT
  • Datenrekonstruktionen, Bildnachverarbeitung und Auswertung an getrenner Auswertekonsole
  • Notfalldiagnostik im Schockraum interdisziplinär mit den Kliniken für Unfallchirurgie und Anästhesiologie: Kürzeste Transportwege zwischen Schockraum mit Multislice-CT, Hubschrauberlandeplatz, Notarzt- und Rettungswagenanfahrt, Notaufnahme, Zentral-OP und Intensivstation ermöglichen eine optimale Versorgung von Schwersterkrankten mit unverzüglicher Diagnostik und Therapie.

 

Angiographie und Interventionelle Radiologie

  • Cerebrale Angiographie: Abklärung von intracraniellen Blutungen (Aneurysma-Nachweis), Darstellung von Gefäßmißbildungen (Angiome, AV-Malformation), Gefäßversorgung von Tumoren mit, falls erforderlich, Embolisation prä-OP im Kopf- und Halsbereich. Darstellung von Stenosen und Verschlüssen z.B. bei entzündlichen Gefäßerkrankungen.
  • Obere Extremität: Darstellung des Aortenbogens mit supraaortalen Gefäßen, der Arm- und Handarterien mit ggf. Rekanalisation und Dilatation von Stenosen und kurzstreckigen Verschlüssen.
  • Becken-Beingefäße: Die Darstellung und evtl. gleichzeitige Behandlung von Gefäßveränderungen bei der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK) steht im Vordergrund. Eingesetzt werden Ballonkatheter und Stents (Gefäßstützen, Ballon- oder selbst expandierend). Die lokale Thrombolyse, ggf. in Verbindung mit Aspirationsthrombektomie, wird in Kooperation mit den Angiologen der Klinik für Angiologie bei langstreckigen arteriellen thrombotischen Gefäßverschlüssen eingesetzt.
  • Abdominelle Gefäße: Diagnostik bei Tumoren, Gefäßmißbildungen, Verschlüssen und Stenosen. Falls erforderlich und möglich in gleicher Sitzung interventionelle Maßnahmen wie Dilatation von Stenosen (Nierenarterien bei Bluthochdruck und A. mesenterica sup. Bei Angina abdominalis, ggf. mit Stentversorgung). Lysetherapie bei frischen Gefäßverschlüssen. Embolisation von akuten Blutungen. Chemoembolisation von Tumoren oder Tochtergeschwülsten (Metastasen) meist in der Leber.
  • Dialyseshunts: Shuntdarstellung und in gleicher Sitzung Erweiterung von flußbehindernden Stenosen mittels Ballonkatheter, selten auch Stentversorgung. Anwendung moderner Methoden bei sehr harten bzw. Rezidivstenosen, wie Cutting Balloon und Kryoplastie.
  • Venöse Gefäße: Rekanalisation/Stentversorgung bei Verschluss der großen Venen, z.B. bei Dialysepatienten.

 

In der Regel werden die Untersuchungen nach örtlicher Betäubung über eine Leistenarterie (-vene) durchgeführt. Eine Narkose ist nur bei Kindern und wenigen Erwachsenen nötig. Erforderlich für jede Maßnahme: Aufklärung,. Schriftliche Einverständniserklärung, Angabe bzgl. Voruntersuchungen und Vorerkrankungen. Laborchemische Untersuchungen (Creatinin, Gerinnung, Schilddrüsenwerte).

 

 

Weitere Interventionen

Neben den interventionellen Eingriffen im Rahmen der Angiographie werden folgende nichtvasculäre interventionelle Verfahren durchgeführt:

  • Diagnostische Punktionen zur histologischen Abklärung bei unklaren Raumforderungen (CT-gesteuert)
  • Therapeutische Punktionen zur Schmerzbehandlung (Sympathikolyse, Facettenblockade)
  • Perkutane Drainage von Abszessen und sonstigen Verhalten (CT-gesteuert)
  • Perkutane Gallengangsdrainage (PTCD, zur externen Galleableitung bzw. zur internen Ableitung, ggf. in Rendezvous-Technik in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Endoskopie)

 

Konventionelle Röntgendiagnostik

  • Diagnostik des Skelettes und der Gelenke
  • Lungendiagnostik
  • Diagnostik des Magen-Darm-Traktes (Abdomen-Nativ-Diagnostik, Kontrastdiagnostik von Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Gallenblase, Gallengängen, Bauchspeicheldrüse und Leber)
  • Kinematographie des Schluckaktes
  • Diagnostik der Nieren und ableitenden Harnwege
  • Darstellung von natürlichen und fehlerhaften Gangsystemen
  • Digitale Mammographie mit der Möglichkeit der präoperativen Tumormarkierung und intraoperativer Präparatradiographie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Gynäkologie
  • Myelographie, in der Regel in Kombination mit CT (Myelo-CT)
  • Phlebographie (Darstellung der Beinvenen)
  • Sialographie (Darstellung  der Ausführungsgänge der großen Kopfspeicheldrüsen)

 

Sonographie

Die Ultraschall-Untersuchung einschließlich Duplex wird sowohl in der Routinediagnostik als auch in der Notfalldiagnostik rund um die Uhr eingesetzt.

  • Anwendungsbereiche sind Erkrankungen des Abdomens, der Thoraxwand, der Weichteile, der Gelenke und des Halses einschließlich Schilddrüse.
  • Die Sonographie der Brust mit hochauflösenden Untersuchungssonden (7,5-12MHz) wird routinemäßig im Rahmen einer Mammographie mit durchgeführt, ggf. mit Ultraschall-gesteuerter Herdpunktion (z.B. Pneumozystographie)

 

Kinderradiologie

Der Funktionsbereich Kinderradiologie versteht sich als ein Kompetenzzentrum für bildgebende Diagnostik im Kindes- und Jugendalter. Die Abteilung verfügt über eine digitale Röntgeneinrichtung sowie ein besonders strahlensparendes gepulstes Durchleuchtungssystem. Mit zwei hochwertigen Ultraschallgeräten einschließlich Farbdopplerausstattung können alle anfallenden sonographischen Untersuchungen vom kleinsten Frühgeborenen bis zum Jugendlichen durchgeführt werden.

Prof. Dr. Helmut Hahn verfügt über die volle Weiterbildung im Schwerpunkt Kinderradiologie.

 

Besondere Schwerpunkte:

  • Akute Baucherkrankungen mit der Möglichkeit interventioneller Maßnahmen wie das Lösen von Invaginationen
  • Diagnostische und therapeutische Organpunktionen
  • Kernspintomographien in jedem Lebensalter und für alle Organbereiche, in enger Kooperation mit dem Funktionsbereich Kernspintomographie und wenn nötig mit erfahrenen Kinderanästhesisten
  • Computertomographische und angiographische Untersuchungen bei Kindern

Prof. Dr. med. Andreas Saleh, MBA

Chefarzt


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