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Die Schattenseiten von zuviel Sonne

Über die Zunahme von Hautkrebs und wie Sie sich davor schützen können

Interview mit PD Dr. Christian Kunte, leitender Oberarzt der Dermatologischen Klinik in der Thalkirchner Straße

 

 

Herr Dr. Kunte, stimmt es, dass Hautkrebs rasant zunimmt?

PD Dr. Kunte: Bezogen auf das Basalzellkarzinom, das ist eine Form des so genannten weißen Hautkrebses, muss man sagen, ja. Dieser Tumor hat unter allen Karzinomen, also Krebserkrankungen, die höchste Wachstumsrate. Auch die anderen Varianten des Hautkrebses nehmen deutlich zu.

 

Wie gefährlich ist dieser Krebs?

PD Dr. Kunte: Das Basalzellkarzinom ist ein so genannter halbbösartiger Krebs, der so gut wie nie metastasiert, das heißt im Körper streut. Gefährlich wird er, wenn man ihn nicht behandelt, denn dann wächst er zerstörend in gesundes Gewebe ein. Bösartiger ist eine andere Variante des weißen Hautkrebses, das Plattenepithelkarzinom.

 

Wodurch entsteht so ein Basalkarzinom?

PD Dr. Kunte: Vor allem durch UV-Belastung, also Sonnenstrahlung, ob im Freien oder im Sonnenstudio. Ausschlaggebend ist dafür nicht ein Sonnenbrand, sondern quasi eine Dauerbelastung, das heißt über Jahre immer wieder langes Aufhalten in der Sonne. Wer beispielsweise den ganzen Sommer im Garten verbringt, ist genauso gefährdet, wie jemand, der am Strand in der Sonne liegt. Auch Radler und Wanderer müssen sich vor Sonne schützen.

 

Dürfen Kinder in die Sonne?

PD Dr. Kunte: Kleinstkinder bis zwei Jahre sollte man gar nicht direkter Sonne aussetzen und wenn, nur bekleidet. Größere Kinder auf jeden Fall mit höchstem Lichtschutzfaktor eincremen und unbedingt darauf achten, dass sie keinen Sonnenbrand bekommen. Denn das merkt sich die Haut sozusagen. Wer in frühen Jahren mehrfach einen Sonnenbrand hatte, hat ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

 

Wie soll man sich schützen?

PD Dr. Kunte: Wichtig ist eine Kopfbedeckung, ganz besonders für alle, die wenig oder keine Haare haben, dazu eine Sonnenbrille, denn auch die Augenlider sind gefährdet. Außerdem muss die Haut mit einem Sonnenschutzmittel, dessen Schutzfaktor dem Hauttyp entspricht, eingecremt werden. Je heller Haut- und Haarfarbe sind, desto empfindlicher ist die Haut und desto mehr muss sie geschützt werden. Wer besonders hellhäutig ist, sollte bei intensiver Sonne möglichst lichtundurchlässige Kleidung tragen. In der Mittagszeit direkte Sonne am besten meiden. Grundsätzlich gilt: So wie ab und zu ein Glas Bier nicht schadet, ist auch ab und zu ein Sonnenbad okay. Jeden Tag ein paar Stunden dagegen sind gefährlich.

Herr Dr. Kunte, stimmt es, dass

Hautkrebs rasant zunimmt?

PD Dr. Kunte: Bezogen auf das Basalzellkarzinom,

das ist eine Form des so

genannten weißen Hautkrebses, muss

man sagen, ja. Dieser Tumor hat unter

allen Karzinomen, also Krebserkrankungen,

die höchste Wachstumsrate. Auch

die anderen Varianten des Hautkrebses

nehmen deutlich zu.

Wie gefährlich ist dieser Krebs?

PD Dr. Kunte: Das Basalzellkarzinom ist

ein so genannter halbbösartiger Krebs,

der so gut wie nie metastasiert, das

heißt im Körper streut. Gefährlich wird

er, wenn man ihn nicht behandelt, denn

dann wächst er zerstörend in gesundes

Gewebe ein. Bösartiger ist eine andere

Variante des weißen Hautkrebses, das

Plattenepithelkarzinom.

Wodurch entsteht so ein Basalkarzinom?

PD Dr. Kunte: Vor allem durch UV-Belastung,

also Sonnenstrahlung, ob im

Freien oder im Sonnenstudio. Ausschlaggebend

ist dafür nicht ein Son

 

DBV


Sonne mit Schutz geniessen, rät Privatdozent Dr. med. Christian Kunte


Kontakt

Dermatologische Klinik in der Thalkirchner Straße

PD Dr. med Christian Kunte

Telefon: (089) 5147-6600

christian.kunte(at)med.uni-muenchen.de

 

 

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