Stroke Unit an der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

Eine Stroke Unit ist eine auf die Behandlung akuter Schlaganfälle spezialisierte Station.

Seit mehr als zehn Jahren steht für die akute Schlaganfallbehandlung im Klinikum München-Bogenhausen eine Stroke Unit zur Verfügung. Diese wurde  zuletzt im Januar 2014 von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft als überregionale Stroke Unit mit zwölf Überwachungsplätzen rezertifiziert.

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Jeder Überwachungsplatz ist mit einem umfassenden Monitoring von EKG, Blutdruck und weiteren Parametern zur Akutbehandlung des Schlaganfalls ausgerüstet. Behandlungsziel ist es, den drohenden Schlaganfall zu verhindern, entstandene Schäden zu begrenzen und Komplikationen zu vermeiden, zu erkennen und zu behandeln.

Neben der zerebralen Bildgebung (Computertomographie oder Kernspintomographie) wird die weitere Diagnostik direkt am Krankenbett auf der Schlaganfalleinheit durchgeführt und die Akutbehandlung eingeleitet. Außerdem beginnt sofort die rehabilitative Therapie sowie, abgestimmt auf das Risikoprofil des Patienten, eine prophylaktische Therapie zur Vermeidung weiterer Schlaganfälle.

Pro Jahr erleiden in Deutschland etwa 250.000 Menschen einen Schlaganfall, also eine Durchblutungstörung des Gehirnes. Von entscheidender Bedeutung für den Krankheitsverlauf sind die rasche Diagnose und die sofortige Einleitung einer Therapie.

Liegt der Beginn der Symptomatik nur wenige Minuten oder Stunden zurück, kann versucht werden, ein verschlossenes Blutgefäß mittels einer Lyse, d.h. einer medikamentösen Auflösung eines Gerinnsels, wieder zu eröffnen. Daneben kann es auch in Einzelfällen notwendig werden, ein Gefäß mit interventionellen Kathetertechniken zu behandeln („mechanische Rekanalisation“).

Neben der Akuttherapie müssen die Risikofaktoren schnell erkannt und konsequent behandelt werden, um einen weiteren Schlaganfall zu verhindern. Sollte sich in der Ultraschalldiagnostik eine kritische Engstelle an den Halsschlagadern zeigen, kann diese in Zusammenarbeit mit anderen Kliniken der StKM operiert oder mittels einer „Stentimplantation“ aufgedehnt werden.

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