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Essstörungen. Therapie von Magersucht und Bulimie

Wer schlank ist, der ist schön. Wer schön ist, erhält Anerkennung und Liebe. So könnte man die unterbewusste Denkweise von Patienten, die an einer Magersucht oder einer Bulimie erkrankt sind, charakterisieren. Ihre Gedanken kreisen daher ständig um das Essen. Sie nehmen zudem ihren Körper völlig verzerrt wahr: Trotz der für andere offensichtlichen Unterernährung, die bereits alle Knochen hervortreten lässt, fühlen sie sich nicht nur dick und unförmig, sie sehen sich tatsächlich so.

Gewichtsverlust durch Diäten, Erbrechen oder übertriebenen Sport

Wir zeigen Auswege auf, damit Sie sich selbst und Ihren Körper wieder mögenPatienten mit Magersucht führen den Gewichtsverlust durch Hungern und übertriebenen Sport bewusst herbei. Patienten mit Bulimie zerreiben sich zwischen Heißhungerattacken, bei denen sie ungewöhnlich viele Kalorien in sich hineinfuttern, und dem bewusst ausgelösten Erbrechen oder sonstigen Maßnahmen, um ja nicht zuzunehmen. Beide leiden unter einer seelischen Erkrankung und können lernen, aus diesem Gedankenmuster auszubrechen und sich selbst und ihren eigenen Körper wieder zu mögen. Eine wöchentlich stattfindende Infogruppe in unserer Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie erleichtert die unverbindliche Kontaktaufnahme – und erläutert die Wege aus der seelischen Krise.

Nicht nur Essverhalten normalisieren, sondern Selbstwertgefühl und Strategien vermitteln

In unserer großen Münchner Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Dorothea Huber behandeln wir Essstörungen nach einem ganzheitlichen Konzept. Denn wir verstehen Essstörungen als Ausdruck von seelischen Nöten, mangelndem Selbstbewusstsein und extremem Leistungsstreben. Daher verfolgen unsere Therapien nicht nur das Ziel, das Essverhalten zu normalisieren, sondern wir bestärken auch das Selbstwertgefühl der Betroffenen und vermitteln mehr Sicherheit beim Aufbau von Beziehungen und dem Umgang mit Konflikten und sozialen Belastungen. Die Behandlung umfasst in der Regel zwei Behandlungszyklen à fünf Wochen.

Patienten und Patientinnen als Experten ihrer Erkrankung

Essgestörte Patienten und Patientinnen verstehen, wie andere Patienten mit dieser Erkrankung ticken. Daher findet bei uns die Psychotherapie nicht nur in mehrmals wöchentlich stattfindenden Einzelgesprächen, sondern auch in Gruppen statt. Zu erfahren, dass auch andere mit ähnlichen Problemen kämpfen, erleichtert die Betroffenen. Die angeleiteten Gespräche mit den anderen helfen, einen gefühlsmäßigen Zugang zu den manchmal verborgenen Ursachen und Bedingungen der Erkrankung zu finden. Hauptsächlich setzen wir dabei Psychotherapie-Verfahren ein, die sich an der Tiefenpsychologie, auch Psychoanalyse genannt, orientieren. Im Einzelfall fließen jedoch auch andere Therapieverfahren ein.

Infoblatt Magersucht und Bulimie

Behandlungsschwerpunkt Störungen des Essverhaltens

Download, PDF, 1,88 MB

Pflegerische Bezugsperson für den gesamten Klinikaufenthalt

Die Therapiesitzungen wühlen in den Betroffenen viele Themen auf, die sie dann oft nicht loslassen, manchmal gar zu Krisen führen. In diesen Momenten steht ihnen eine Bezugspflegekraft zur Seite, die sowohl regelmäßige Bezugsgespräche durchführt als auch täglich einen kurzen Kontakt zu „ihren“ Patienten sucht. Die Bezugspflegekräfte stabilisieren die therapeutische Arbeit und ermutigen die Patienten, alternative Strategien zu finden, um mit emotionalem Stress umgehen zu können, ohne auf zu viel oder zu wenig essen zurückgreifen zu müssen.

Das Essverhalten normalisieren: Kochgruppe und Essbegleitung

In speziellen Kochgruppen erlernen die Patienten den Umgang mit Lebensmitteln. Was sich banal anhört, ist für einen essgestörten Patienten eine Herausforderung: Sie haben viele Zutaten seit Jahren gemieden und oftmals keine Vorstellung von Portionsgrößen. In der Kochgruppe erfahren sie, was ausgewogene Ernährung bedeutet, lernen die Zubereitung und auch das gemeinsame Essen der Mahlzeiten. Die Essbegleitung während der Mahlzeiten im Speisesaal hilft den Patienten, wieder eine geregelte Mahlzeitenstruktur zu erlernen. Denn Essen soll wieder ein Teil des Alltags werden und nicht mehr so stark das Denken bestimmen.

Soziale Kompetenz und konzentrative Bewegung erlernen

Wir ergänzen die Behandlung durch eine Vielzahl von weiteren Therapie-Angeboten, die wie beispielsweise die Kunsttherapie auf einem anderen Weg Gefühle ans Tageslicht holen oder aber wichtige Verhaltensweisen einüben – wie beispielsweise die Entspannungsgruppe. Unser therapeutisches Angebot umfasst die weiteren Bausteine:

  • Training der sozialen Kompetenz
  • Kunsttherapie
  • Schreibtherapie
  • Musikgruppe
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Physiotherapie
  • Wassergymnastik
  • Yoga
  • Entspannungsverfahren.

Kompetente individuelle Beratung zur beruflichen und sozialen Situation

Unsere Sozialpädagogen kennen sich bestens im Wirrwarr der vielen Hilfsangebote von Behörden und Einrichtungen aus. Gemeinsam mit den Patienten suchen sie nach einer für ihn passenden Lösung aus schulischen, beruflichen Problemen oder sozialen Schwierigkeiten. Sie geben wertvolle Tipps, welche Unterstützungsleistungen sinnvoll sind und unterstützen bei der Antragstellung. Sie helfen bei der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz im Anschluss an den Klinikaufenthalt oder einem Platz in einer therapeutischen Wohngemeinschaft.

Regelmäßiger Austausch und festgelegte Therapie-Standards

Der Behandlung von Essstörungen liegen klar definierte Therapie-Konzepte zugrunde. Wir evaluieren unsere Therapie-Erfolge und verfeinern unsere Konzepte fortlaufend auf dieser Basis. Regelmäßig treffen sich die an der Therapie beteiligten Mitarbeiter in Teamsitzungen und tauschen ihre fachlichen Überlegungen über die Therapie-Fortschritte jedes einzelnen Patienten aus. Somit erfolgen alle Therapie-Schritte eng abgestimmt zwischen den beteiligten Berufsgruppen. Interne und externe Supervision der Mitarbeiter gewährleisten ein Höchstmaß an Qualität unserer therapeutischen Arbeit.

Rückmeldungen unserer Patienten bestärken uns in unserer Arbeit

Wer seelisch erkrankte Menschen behandelt, braucht nicht nur gute Therapie-Konzepte, sondern auch Empathie, Einfühlungsvermögen und Toleranz. Dass uns unsere Patienten in ihren Rückmeldungen „viel Kompetenz und Menschlichkeit“, ein „stets offenes Ohr“ und „wertvolle Erfahrungen“ bescheinigten, bestärkt uns in unserer Arbeit. Wir geben auch weiterhin unser Bestes, um unseren Patienten während des Klinikaufenthalts die Erfahrung zu vermitteln, „sich komplett auf die Therapien konzentrieren zu können, sich fallen zu lassen ohne fallen gelassen zu werden.“

Weitere Rückmeldungen unserer Patienten finden Sie hier auf der unabhängigen Internet-Plattform klinikbewertungen.de > Klinikum Harlaching > Psychosomatik

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Nicht nur psychotherapeutische Behandlungs-Bausteine, auch Training „Soziale Kompetenz“, sowie Kunst- und Bewegungstherapien vermitteln den Weg zurück zur Lebensfreude.

Schwerpunkt Seelische Krisen, Depressionen, Ängste in München Harlaching

Magersucht, Bulimie – Essverhalten und Selbstwertgefühl verbessern

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Erwachsene mit allen Arten seelischer und psychosomatischer Störungen. Für berufsbezogene Störungen besteht ein spezielles Behandlungsangebot.

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Vorgestellt: Mitarbeiter, Stationen und Kontakte

Vorgestellt: Unser Team aus Experten für Ihre Behandlung

Unsere Spezialistinnen und Spezialisten unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr. phil. Dorothea Huber. Direkte Kontakte zu Personen und Stationen.

Spezialisten Psychosomatik und Psychotherapie in München Harlaching

Kontakt & Anmeldung. Wir sind für Sie da!

Ob als zuweisender Arzt, Betroffener oder Angehöriger - das Städtische Klinikum ist der Ansprechpartner für Ihr Anliegen.

Kontakt zur Psychosomatik und Psychotherapie in München Harlaching