Prof. Dr. Natascha C. Nüssler und Dr. Reinhard Ruppert
 

Die Leistungen der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, endokrine Chirurgie und Coloproktologie im Überblick

In unserer Klinik werden jährlich über 5000 Patienten ambulant und stationär behandelt.

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie ist zuständig für die chirurgische Behandlung des oberen Verdauungstraktes. Dazu gehören neben Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm der Dünndarm, die Gallenwege, die Leber und die Bauchspeicheldrüse. Besondere Erfahrung haben wir in der Behandlung von Krebserkrankungen der Speiseröhre, des Magens, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. So werden jährlich über 40 Magenentfernungen, 80 Teilentfernungen der Leber, über 400 Gallenblasenentfernungen und über 50 Teilentfernungen der Bauchspeicheldrüse durchgeführt.

Das Operationsspektrum umfasst alle offenen Verfahren wie auch die minimal-invasiven Techniken (Schlüssellochchirurgie), die insbesondere bei gutartigen Erkrankungen und Frühstadien von Krebserkrankungen eingesetzt werden.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Korrektur von Leisten-, Bauchwand- und Narbenbrüchen (sogenannten Hernien). So werden in unserer Klinik jedes Jahr über 200 Menschen an einer Hernie operiert. In den meisten Fällen, selbst bei großen Narbenbrüchen, kann die Operation minimal-invasiv mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden.

Endokrine Chirurgie

Endokrine Chirurgie: Operationen der 

  • Schilddrüse
  • Nebenschilddrüse
  • Nebennieren

Referenzzentrum Coloproktologie

Die coloproktologische Abteilung ist als Kompetenz- und Referenzzentrum für alle im folgenden genannten Erkrankungen durch die Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie zertifiziert. Die langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Coloprokktologie hat der Abteilung eine über die Grenzen Münchens hinaus reichende Bedeutung verschafft.

Die Coloproktologie umfasst die chirurgische Behandlung aller gut- und bösartigen Erkrankungen des Dickdarms, Mastdarms und Afters. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Behandlung des Mastdarmkrebses. Mit über 200 Patientinnen und Patienten, die aufgrund eines Mastdarmkrebses jährlich in Neuperlach operiert werden, nimmt unsere Klinik die Spitzenstellung in Deutschland ein (Weitere Informationen siehe unter Darmkrebszentrum Neuperlach)

Große Erfahrung besteht außerdem in der operativen Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa und Morbus Crohn. Alle großen bauchchirurgischen Darmoperationen werden sowohl minimal-invasiv (Schlüssellochtechnik) als auch in konventioneller offener Technik durchgeführt.

Die operative Versorgung aller Formen der einfachen und komplexen Analfisteln ist Standard. Die konservative und operative Therapie der Stuhlinkontinenz (Stuhlhalteschwäche) mit allen rekonstruktuven Verfahren des Schließmuskelapparates werden angeboten. Die optimierte Behandlung über alle Fachdisziplinen hinaus wird im Rahen des Beckenbodenzentrums durchgeführt. Die Behandlung von Hämorrhoidalleiden und allen Formen der anorektalen Erkrankungen gehört zum Spektrum der Abteilung.

Abdominalzentrum

Bereits im Jahr 2002 gründete die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, endokrine Chirurgie und Coloproktologie gemeinsam mit der Klinik für Gastroenterologie unnd Hepatologie und der Klinik für Hämatologie und Onkologie das Abdominalzentrum des Klinikums Neuperlach. Dessen wichtigstes Merkmal ist die enge interdisziplinäre Betreuung der Patientinnen und Patienten auf höchstem medizinischen Niveau. So ermöglichen u.a. interdisziplinäre Sprechstunden, gemeinsame Stationen und Röntgenkonferenzen sowie eine wöchentliche Tumorkonferenz individualisierte, auf die einzelnen Bedürfnisse zugeschnittene Diagnostik und Therapieentscheidungen. Dies gilt gleichermaßen bei gut- wie bei bösartigen Erkrankungen des Verdauungstraktes. 

Patientinnen und Patienten mit komplexen Erkrankungen des Verdauungstraktes werden auf einer gemeinsamen gastroenterologisch-viszeralchirurgischen Einheit behandelt. Für solche, die einer intensiven Überwachung etwa unmittelbar nach der Operation bedürfen, steht eine Intermediate Care (Wachstation) mit einem entsprechend ausgebildeten Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften zur Verfügung.

Weitere Bausteine der fachübergreifenden Zusammenarbeit, von der nicht nur Tumorpatienten profitieren, sind die gemeinsamen interdisziplinären Visiten und das gemeinsam mit der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie betriebene Elektive Aufnahmezentrum. In dieser zentralen Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten des Abdominalzentrums werden bereits vor der stationären Aufnahme die Untersuchungs- und Behandlungspläne interdisziplinär festgelegt. 

Darmkrebszentrum

Informationen zum zertifizierten Darmkrebszentrum am Klinikum Neuperlach finden Sie, wenn Sie  hier klicken.

Kompetenzzentrum für Pankreas- und Lebererkrankungen

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert Kliniken, die chirurgische Erkrankungen auf hohem Niveau behandeln. Patientinnen und Patienten können davon ausgehen, dass in den zertifizierten Abteilungen die jeweiligen Erkrankungen entsprechend den aktuellen Qualitätsstandards behandelt werden.

2010 erhielt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, endokrine Chirurgie und Coloproktologie als erste Klinik in München das Zertifikat als Komptenzzentrum für die chirurgische Behandlung von Pankreaserkrankungen. 2011 wurde die Klinik außerdem als erstes Zentrum in Bayern und zweites Zentrum bundesweit zusätzlich als Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Leber von der DGAV zertifiziert. Das Abdominalzentrum des Klinikums Neuperlach ist damit derzeit bundesweit das einzige Zentrum, das sowohl für chirurgische Erkrankungen der Leber und des Pankreas, als auch als Darmkrebszentrum und als Referenzzentrum Coloproktologie zertifiziert ist. Mit der Erteilung der Zertifikate wurde das hohe Niveau der chirurgischen Therapie von Menschen mit sowohl gut- als auch bösartigen Erkrankungen der genannten Organe in unserer Klinik bestätigt.

Zu den Voraussetzungen für die Erteilung der Zertifikate gehören hohe Operationszahlen, niedrige Komplikationsraten, eine interdisziplinäre Behandlung der Patientinnen und Patienten sowie die kontinuierliche Qualitätssicherung. Die Zertifikate müssen alle drei Jahre erneuert werden. Hierfür werden die Angabe zur Behandlungs- und Prozessqualität durch einen externen Fachgutachter in einem Audit überprüft.

Forschung

Teilnahme an klinischen Studien

  • CONKO 005
  • CONKO 006, Studien zur postoperativen Therapie des Pankreaskarzinoms
  • OCUM, Optimierte Chirurgie und MRT-basierte multimodale Therapie des Rektumkarzinoms
  • HTCR , Human Tissue and Cell Research
  • Psychoonko, Psychoonkologische Versorgung von Patienten mit kolorektalen Tumorerkrankungen
  • A randomized controlled trial to compare the functional outcome and quality of life of patients with low rectal cancer who undergo a J pouch or a side to end coloanal anastomosis.
  • Prospektive, multizentrische, offene, nicht randomisierte post marketing Studie des  Compression Anastomosis Ring ( Kolon ring) zur Anlage von zirkulären Darmanastomosen.
  • F-Protect - Training bei Darmkrebs. Untersuchung zur Durchführbarkeit eines Trainingsprogramms im Rahmen der Nachsorge nach Darmkrebs.