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Cochlea-Implantat - für hochgradig Schwerhörige und Gehörlose

Wenn herkömmliche Hörgeräte nicht mehr wirken

Das Cochlea-Implantat (CI) ist eine Innenohrprothese, die für Kinder geeignet ist, die vor dem Abschluss des Spracherwerbs ertaubt sind, sowie auch für Erwachsene, die später ertaubt sind. Wir setzen das Cochlea Implant ein, wenn sich herkömmliche Hörgeräte als nicht oder nicht mehr wirksam erwiesen haben. Die Entscheidung, ob ein CI für einen Patienten geeignet ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab und wird durch verschiedene Voruntersuchungen mit Ihnen erarbeitet.

Elektrische Impulse stimulieren den intakten Hörnerv

Es handelt sich um eine elektronische Innenohrprothese, die direkt in die Hörschnecke implantiert wird. Das Cochlea-Implantat wandelt Schall in elektrische Impulse um, die defekten Hörzellen werden mittels eines Elektrodenbündels überbrückt und so selbst stimuliert. Dadurch können Sprache und Geräusche wieder wahrgenommen werden. Ein intakter Hörnerv ist jedoch unbedingt Voraussetzung für eine erfolgreiche Funktionalität der Hörprothese. Dies zu prüfen, wird immer einer der ersten Schritte in unserer Klinik sein.

Hören und Sprache muss neu erlernt werden

Von großem Vorteil ist, wenn die Hörstörung bei Erwachsenen erst nach dem Spracherwerb eingesetzt hat. Denn mit dem Cochlea-Implantat muss die Wahrnehmung von Sprache und das Hören völlig neu erlernt werden, ganz ähnlich wie Sie eine Ihnen heute unbekannte Sprache erlernen.

Weltweit erfolgreicher Eingriff

Weltweit gab es bis Ende 2011 ca. 300 000 Cochlea Implantationen, in Deutschland schätzt man die Zahl auf etwa 30.000 Patienten (Quelle: Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V.). Die Erfahrung zeigt, dass Betroffene sehr selten die Implantation des Cochlea-Implantats bereut haben.

Cochlea-Implantat - das Vorgehen in unserer HNO-Klinik

  • Erstes Beratungsgespräch in unserer Klinik
  • Allgemeine und HNO-ärztliche Untersuchungen, verschiedene Hörprüfungen, Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die Überprüfung des Hörnerven
  • Die Entscheidung: Sie sollten sich ganz sicher sein und sich genügend Zeit nehmen, zu entscheiden, ob die CI-Implantation für Sie oder Ihr Kind geeignet ist. Anschließend wird der Hersteller ausgewählt.
  • Die Operation des Cochlea Implantat: nach der etwa 2- bis 3-stündigen OP verbringt der Patient etwa 7-10 Tage in der HNO-Klinik in München Schwabing.
  • Rehabilitation: Nach einer Heilungsphase von vier bis sechs Wochen wird das Implantat erstmals eingeschaltet und eingestellt. Es folgen weitere Einstellungen in den nächsten Wochen in unserer Klinik. Nach zwei bis drei Monaten beginnt ein systematisches Hörtraining in einem darauf spezialisierten Hörzentrum in München.

Unsere Klinik arbeitet unter Berücksichtigung der gültigen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. zur Cochlea-Implantat-Versorgung.

Bei Interesse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit dem Sekretariat von Prof. Wagner. Wir besprechen die Möglichkeiten, Chancen und Risiken ausführlich gemeinsam mit Ihnen und beraten Sie als Ihre Münchner Klinik individuell und ohne finanzielle Interessen.

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Sprechstunden, Kontakte und Anmeldung

Ob als zuweisender Arzt, Betroffener oder Angehöriger - das Städtische Klinikum ist der Ansprechpartner für Ihr Anliegen.

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