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Ellenbogen-Verrenkung (Ellenbogen-Luxation)

Bei einer Verrenkung des Ellenbogen wird das Ellenbogengelenk stark verschoben. Der Gelenkkopf rutscht dabei aus der Gelenkpfanne. Während der Arzt auch von der Ellenbogen-Luxation spricht, wird diese Verletzung umgangssprachlich oft als Auskugeln oder Ausrenken bezeichnet.

Häufig auch Kapsel- und Bänderrisse

Meist ist die Ellenbogen-Verrenkung die Folge verschiedener Traumata. Bei einem Sturz oder unter einer starken Gewalteinwirkung werden die Gelenkflächen voneinander getrennt und gegeneinander verschoben.

Diese abnorme Stellung behalten sie auch nach Ende der Gewalteinwirkung bei. Häufig kommt es begleitend zu Kapselrissen im Gelenk und Bänderrissen. Man kennt aber auch die habituelle Ausrenkung. Dabei springt der Gelenkkopf immer wieder und ohne erkennbaren äußeren Anlass aus der Gelenkpfanne.    

Einrenken unter Vollnarkose

Der Betroffene merkt  bei einer Ellenbogen-Verrenkung zunächst Schmerzen im Gelenk. Auffällig ist die Fehlstellung. Schwellungen und Blutergüsse kommen hinzu. Am Unterarm und der Hand können Empfindungsstörungen auftreten.    

Um Nerven- und Gefäßschäden möglichst zu vermeiden, sollte so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Er tastet den Arm zunächst ab und schließt mit einer Röntgenaufnahme für seine endgültige Diagnose einen Ellenbogen-Bruch aus.

Als Behandlung einer Verrenkung wird der Ellenborgen wieder eingerenkt. Das Einrenken ist mit starken Schmerzen verbunden und wird daher in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Handelt es sich um eine erneut auftretende Luxation oder sind auch Knochen, Bänder oder Nerven verletzt, ist eine Operation notwendig.  

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