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Morbus Paget (Ostitis deformans)

Bei Patienten mit Morbus Paget ist der Knochenstoffwechsel gestört. Während bei gesunden Menschen Auf- und Abbau von Knochengewebe im Gleichgewicht stehen, wird bei Patienten mit Morbus Paget verstärkt Knochengewebe abgebaut.

Überproduktion von Knochengewebe

Der Körper des von Morbus Paget Betroffenen reagiert auf den Abbau von Knochengewebe mit einer unkontrollierten Überproduktion von Knochengewebe. Die Knochen verdicken sich, sind aber weicher und weniger stabil.

Brüche und Verformungen sind die Folge von Morbus Paget. Besonders häufig treten die Veränderungen am Schädel, der Wirbelsäule, der Hüfte, am Oberschenkelknochen und am Schienbein auf.  

Diagnose des Morbus Paget

Zur Diagnose von Morbus Paget wird in der Regel eine Röntgenaufnahme gemacht. Bei einer Knochenszintigraphie, einer nuklearmedizinischen Untersuchung, kann man den erhöhten Knochenumbau erkennen. Im Blut zeigt sich eine erhöhte Aktivität der alkalischen Phosphatase (AP).  

Häufig ältere Menschen von Morbus Paget betroffen

Besonders ältere Menschen leiden unter der Erkrankung, die auch als Ostitis deformans bezeichnet wird. Die Krankheit ist eher selten.

Typische Symptome der Erkrankung Morbus Paget sind Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Manchmal kann man die überschießende Wachstumsaktivität als Erwärmung auf der Haut wahrnehmen. Die Knochen sind bei dieser Erkrankung anfälliger für Brüche. Das Skelett des Betroffenen kann sich verformen.

Behandlung des Morbus Paget

Ziel der medikamentösen Therapie ist es, Schmerzen zu lindern und den Knochenabbau zu verringern. Dabei setzen die Ärzte vor allem Bisphosphonate und Calcitonin ein.

Physiotherapie hilft, Muskelschmerzen und Krämpfe, die durch Fehlbelastungen der weichen Knochen entstehen, zu verhindern.  

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Dr. med. Blanche
Chefärztin
Dr. med. Blanche Piper

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