Morbus Scheuermann (Scheuermann’sche Krankheit)

Klagen Jugendliche über Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich oder entwickeln einen Rundrücken, kann sich dahinter Morbus Scheuermann verbergen. Unregelmäßiges Wachstum der Wirbelsäule während der Pubertät verursacht die Scheuermann-Krankheit.

Gestörtes Wachstum der Wirbelkörper als Ursache

Eine gesunde Wirbelsäule ist im Brustbereich nur gering nach hinten gewölbt. Diese natürliche Krümmung nennt man Kyphose.

Bei Patienten mit Morbus Scheuermann ist die Kyphose deutlich stärker ausgeprägt. Grund dafür sind ein gestörtes Wachstum der Wirbelkörper und eine Bildung von so genannten Keilwirbeln. Diese Wachstumsstörungen der Wirbelkörper können auch im Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten. Durch den Morbus Scheuermann bildet sich ein ausgeprägter Flachrücken.  

Ursachen von Morbus Scheuermann

Es gibt eine genetische Veranlagung zu Morbus Scheuermann. Ob die Erkrankung der Wirbelsäule dann auch wirklich auftritt, liegt an äußeren Faktoren. Eine schlechte Haltung oder hohe Belastungen durch Hochleistungssport können Ursachen für die Scheuermann-Krankheit sein.

Häufigkeit von Morbus Scheuermann

Zehn von 1000 Jugendlichen entwickeln während der Pubertät einen Morbus Scheuermann, der auch als Scheuermann’sche Krankheit bezeichnet wird. Im jungen Erwachsenenalter kommt der Morbus Scheuermann dann häufig zum Stillstand.  

Symptome des Morbus Scheuermann

Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich nahezu keine Symptome. Ist Morbus Scheuermann fortgeschritten, treten Symptome wie Schmerzen auf, die sowohl auf den Verformungen der Wirbelsäule als auch auf daraus resultierenden Veränderungen von Muskulatur, Gelenken und Bändern beruhen.  

Behandlung des Morbus Scheuermann

Zur Therapie setzt man bei Morbus Scheuermann auf Krankengymnastik oder das Tragen eines Korsetts. Nur selten ist eine Operation erforderlich.  

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