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Brustkrebs, Mammakarzinom

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Jährlich erkranken ca. 75.000 Frauen in Deutschland neu an einem Mammakarzinom. Wichtig beim Brustkrebs ist die Früherkennung. Wird der Tumor in der Brust früh entdeckt, ist er in den meisten Fällen heilbar.

Wie Brustkrebs früh erkannt werden kann

Ab 30 Jahren können Frauen eine Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs beim Gynäkologen in Anspruch nehmen. Dieser tastet Brust und Achselhöhlen ab, achtet auf Veränderungen in der Form der Brüste oder an Haut und Brustwarze. Er erklärt der Patientin auch, wie sie ihre Brust einmal im Monat selbst untersucht. Entdeckt die Patientin selbst Veränderungen, sollte sie sofort Kontakt mit ihrem Arzt aufnehmen.

Ab 50 Jahren wird zusätzlich zur Tastuntersuchung alle zwei Jahre ein Mammografie-Screening durchgeführt. 

Früherkennung bei erblicher Vorbelastung oder Genveränderungen

Sind in der Familie gehäuft Brustkrebsfälle aufgetreten und ist eine genetische Veränderung im BRCA1- oder BRCA2-Gen nachgewiesen, erfolgen die Vorsorgeuntersuchungen bereits in jungen Jahren.

Meist ab dem 25. Lebensjahr oder fünf Jahre vor dem jüngsten bekannten Erkrankungsalter. Alle sechs Monate werden eine Tast- und Ultraschalluntersuchung vorgenommen sowie einmal im Jahr eine Kernspin-Untersuchung.

Ab dem 40. Lebensjahr wird dann ein- bis zweimal jährlich eine Mammografie empfohlen. 

Bei Brustkrebsverdacht wird eine detailgenaue Mammographie durchgeführt.

Erstklassige Behandlung in unseren Brustzentren

Das Städtische Klinikum München zählt für das Focus Gesundheitsmagazin zu eine der besten gynäkologischen  Kliniken in Deutschland. Laut Focus Klinikliste ist das Brustzentrum am  Standort Harlaching für Brustkrebs TOP Nationales Krankenhaus 2018.

Das Brustzentrum Süd ist zudem von der Deutschen Krebsgesellschaft als Brustkrebszentrum aufgrund der hohen Behandlungsqualität zertifiziert worden. 

Dank optimierter Diagnosemöglichkeiten und enger Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen ist es uns sogar möglich, innerhalb von 30 Minuten eine Diagnose zu stellen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, können sofort weiterführende Therapien eingeleitet werden.

In den Brustzentren unserer Frauenkliniken werden Spezialsprechstunden angeboten. Sollte Unklarheit herrschen, sind Betroffene in der gynäkologischen Ambulanz am Standort Schwabing gut aufgehoben. 

Risikofaktoren, die Brustkrebs begünstigen

Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, nimmt ab dem 50. Lebensjahr zu. Frauen, die keine Kinder haben oder spätgebärend sind, sind ebenfalls öfter von Brustkrebs betroffen.

Wer die Regelblutung früh bekam oder spät in die Wechseljahre kam, sollte die Vorsorge auch besonders ernst nehmen. Darüber hinaus gibt es auch ein familiäres Risiko für Brustkrebs.

Verursacht Brustkrebs Schmerzen?

Im Frühstadium treten bei Brustkrebs in der Regel keine Beschwerden oder Schmerzen auf. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu unspezifischen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder Knochenschmerzen, die durch Metastasen verursacht werden, beispielsweise Rückenschmerzen und Gliederschmerzen. Daher sollten Frauen regelmäßig ihre Brüste abtasten und auf mögliche Anzeichen und Veränderungen achten.

Mögliche Anzeichen sind beispielsweise
  • Knoten oder Verhärtungen
  • Größenunterschiede
  • Veränderungen der Brustwarze z.B. Einsenkungen oder Entzündungen
  • Absonderungen aus der Brustwarze, z.B. eitriger Sekret
  • Hautauffälligkeiten z.B. Rötungen
  • Lymphknotenschwellung in der Achselhöhle, die nicht durch eine anderweitige Infektion bedingt ist

OP bei Brustkrebs: Operative Entfernung des Mammakarzinoms

Wurde Brustkrebs diagnostiziert, kommt man um die Operation in der Regel nicht herum. In bis zu 80 Prozent der Fälle kann brusterhaltend operiert werden. Dies gilt vor allen Dingen, wenn ein sogenannter nicht-invasiver Brustkrebs vorliegt, also noch nicht in angrenzendes Gewebe hineingewachsen ist.

Die Radikaloperation, also die Entfernung der gesamten Brust, wird nur noch unter bestimmten Umständen angewendet, wenn z.B. der Tumor nicht komplett entfernt werden konnte, eine Bestrahlung nicht möglich ist oder mehrere Krebsherde in der Brust vorhanden sind.

Die Mehrzahl der Operationen können brusterhaltend durchgeführt werden.

Brustkrebs: Bestrahlung oder Chemo

Eine Therapie durch Bestrahlung soll im Anschluss letzte Krebszellen vernichten und so ein Rezidiv, also das Wiederauftreten des Krebses, verhindern. Die Strahlentherapie ist daher wichtiger Bestandteil der Brustkrebs-Behandlung und wird vor allem nach einer brusterhaltenden OP durchgeführt. Die Bestrahlung erfolgt über mehrere Wochen und kann meist ambulant durchgeführt werden. Sie ist nicht schmerzhaft, kann aber die Haut reizen.

Weitere Behandlungsoptionen sind eine Chemo- oder Hormontherapie.  Die Chemotherapie wird häufig vorbeugend eingesetzt, um sogenannte Mikrometastasen in anderen Organen zu zerstören. Sie sind trotz moderner bildgebender Verfahren noch nicht nachweisbar, können aber nicht sicher ausgeschlossen werden. Auch große Tumore können durch eine Chemo so verkleinert werden, dass brusterhaltend operiert werden kann. Eingesetzt werden sogenannte Zytostatika, die das Wachstum der Krebszellen hemmen.

Nachsorge bei Brustkrebs

Nach der Therapie finden zunächst alle drei Monate Nachsorgeuntersuchungen statt. Ist brusterhaltend operiert worden, wird einmal im Jahr eine Mammografie und Mammosonografie durchgeführt. Sollte ein Verdacht auf ein Rezidiv bestehen, werden Laboruntersuchungen durchgeführt.

Ab dem vierten Jahr finden die Nachsorgeuntersuchungen halbjährlich statt, aber weiterhin wird einmal im Jahr eine Mammografie und ein Brustultraschall durchgeführt. Bei Verdacht auf ein Rezidiv werden ebenfalls Laboruntersuchungen angeordnet.

Ab dem sechsten symptomfreien Jahr wird nur noch einmal im Jahr die normale Früherkennungsuntersuchung durchgeführt, also Mammografie und Ultraschall.  

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