Gebärmutterkrebs (Uteruskarzinom, Endometriumkarzinom)

Gebärmutterkrebs ist in Deutschland die vierhäufigste Krebsart bei Frauen. Jedes Jahr erkranken rund 11.000 Frauen an diesem Krebs, der vor allem nach den Wechseljahren auftritt.  

Hormonelles Ungleichgewicht begünstigt Gebärmutterkrebs

Bei fruchtbaren Frauen befinden sich die beiden Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen im Gleichgewicht. Während der Wechseljahre stellt der Körper die Gestagen-Produktion ein. Es entsteht ein hormonelles Ungleichgewicht, die Zellen in der Gebärmutterschleimhaut können entarten - Gebärmutterkrebs entsteht.

Ursachen für Gebärmutterkrebs

Ein Risikofaktor für Gebärmutterkrebs ist ein langfristiger Östrogeneinfluss. Die Ursachen hierfür sind Übergewicht, Kinderlosigkeit, eine frühe Pubertät oder eine späte Menopause. Auch eine Östrogenbehandlung ohne Gestagenausgleich ist ebenfalls ungünstig.

Es gibt auch eine seltene familiäre Form des Gebärmutterkrebs. Dieser Krebs tritt gehäuft zusammen mit Dickdarmkrebs auf.

Formen des Gebärmutterkrebses

Sitzt der Tumor in der Schleimhaut, spricht man von einem Endometriumkarzinom; bei rund 90 Prozent der Betroffenen ist das der Fall. Es können aber auch Zellen in der Muskelschicht des Uterus entarten. In diesem Fall spricht man von einem Uteruskarzinom.    

Untersuchung und Behandlungsoptionen

Ein Warnsignal für Krebs in der Gebärmutter sind Blutungen nach der Menopause. Auch Schmerzen im Unterleib oder eine Gewichtsabnahme können auftreten. Anders als beim Gebärmutterhalskrebs gibt es keine standardisierte Vorsorgeuntersuchung für den Krebs in der Gebärmutter.

Besteht ein Verdacht auf Gebärmutterkrebs macht der Arzt sowohl eine gynäkologische Untersuchung als auch einen Ultraschall. Im Rahmen einer Gebärmutterspieglung entnimmt der Arzt Gewebe und untersucht es. Häufig werden dann als Behandlung gegen den Krebs in einer Operation Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entfernt  

Krebserkrankungen im Überblick