Quincke-Ödem (Angioödem)

Das Quincke-Ödem, in der Medizin auch als Angioödem bezeichnet, ist ein Ödem, bei dem es zu starken Schwellungen an Haut und Schleimhäuten kommt. Meist treten diese im Gesicht auf.

Starkes Anschwellen von Augenlidern, Lippen, Zunge und Rachen

Typische Symptome für das Quincke-Ödem ist das starke Anschwellen von Augenlidern, Lippen, Zunge und dem Rachen. Die von dem Ödem betroffenen Stellen schmerzen und die Haut spannt. Die Symptome können mehrere Tage anhalten.

Vielfältige Ursachen, oft eine allergische Reaktion

Bei etwas der Hälfte aller Betroffenen gehört das Quincke-Ödem zu den Beschwerden im Rahmen einer Nesselsucht, der so genannten Urtikaria. Dann handelt es sich um eine Art allergische Reaktion.

Die Ursache der Schwellung kann aber auch ein Enzymmangel sein. Patienten mit dieser Form des Quincke-Ödems haben einen C1-Esterase-Inhibitor-Mangel. Dieser Defekt ist meist angeboren. Auch Medikamente oder eine Reihe anderer Erkrankungen können dafür sorgen, dass das Ödem auf tritt.

Die medikamentöse Therapie steht im Vordergrund

Sind die oberen Atemwege von dem Ödem betroffen, kann ein Angioödem lebensbedrohlich sein. Bei der allergischen Form setzt man zur Therapie vor allem auf Cortison und Histamin.

Auch für die nicht-allergischen Quincke-Ödeme stehen Medikamente zur Verfügung. So kann man z.B. bei Patienten mit C1-Esterase-Inhibitor-Mangel das Enzym ersetzen oder frisch eingefrorenes Blutplasma geben. In der Regel tritt dann schnell Besserung ein.

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Angioödem (Quincke-Ödem)

Prof. Dr. med. Stefan
Chefarzt Pädiatrie der Kinderklinik Harlaching
Prof. Dr. med. Stefan Burdach
Prof. Dr. Lars E.
Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Lars E. French

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