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Grindflechte (Impetigo contagiosa)

Eiterbläschen, Pusteln, gelbe Krusten – das sind typische Symptome einer Grindflechte, medizinisch Impetigo contagiosa genannt. Meist sind Gesicht und Hände davon betroffen.

Die Hautkrankheit ist stark ansteckend

Die Grindflechte ist eine in der Regel harmlose Hauterkrankung, die komplikationslos und ohne Narbenbildung meist nach einer Behandlung mit Salben oder Antibiotika abheilt. Grindflechte ist die häufigste bakterielle Infektion der Haut im Kindesalter. Häufig tritt die Impetigo contagiosa auch als Komplikation bei Neurodermitis-Patienten auf. Bei Erwachsen dagegen ist die Grindflechte sehr selten.

Die auch als Borken- oder Eiterflechte bezeichnete Krankheit ist hoch ansteckend. Grindflechte überträgt sich über Hautkontakt, aber auch über den Kontakt mit Gegenständen und Textilien, wie z.B. Handtücher, die ein Infizierter berührt hat. Erkrankte Kinder dürfen daher nicht Schule oder Kindergarten besuchen, bis die Grindflechte vollständig verheilt ist. Sie bleibt so lange ansteckend, bis die Bläschen nicht vollständig ausgetrocknet sind Zudem ist die Impetigo contagiosa gemäß dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.

Durch ihr typisches Erscheinungsbild lässt sich die Grindflechte oft leicht erkennen

Es gibt zwei Erscheinungsformen der Grindflechte: Die kleinblasige Form wird von Streptokokken verursacht. Für die großblasige Form ist der Erreger Staphylococcus aureus verantwortlich.

Durch das typische Erscheinungsbild wird der Hautarzt die Grindflechte meist sicher erkennen. Ein Abstrich der Haut bzw. aus dem Mund- und Rachenraum kann dazu dienen, den Erreger zu identifizieren.

Vor allem kleine Kinder, mit noch schwach entwickeltem Immunsystem, erhalten als Therapie dann antibiotische Salben, in schweren Fällen auch Antibiotika zum Einnehmen.

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Impetigo contagiosa (Borkenflechte)

Prof. Dr. med. Stefan
Chefarzt, Direktor der Kinderklinik Schwabing
Prof. Dr. med. Stefan Burdach
Prof. Dr. med. Stefan
Chefarzt Pädiatrie der Kinderklinik Harlaching
Prof. Dr. med. Stefan Burdach