Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion, in der Medizin auch Hyperthyreose genannt, produziert die Schilddrüse mehr Schilddüsenhormone, als der Körper benötigt. Die Spiegel der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) sind durch die Schilddrüsenüberfunktion erhöht.

Die Überproduktion der Schilddrüse hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, denn die Schilddrüsenhormone greifen in zahlreiche Stoffwechselprozesse ein.

Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion

Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind vielfältig:

  • Hunger
  • Durst
  • Gewichtsverlust
  • Haarausfall
  • Bluthochdruck
  • Herzrasen
  • verstärktes Schwitzen
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe

Frauen sind deutlich häufiger von einer Überfunktion der Schilddrüse betroffen als Männer.  

Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion

Zu den Ursachen dieser Krankheit zählt die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow. Bei einem Mangel an Jod vergrößert sich die Schilddrüse häufig. Es entsteht ein Kropf, was zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen kann.

Bei einer funktionellen Autonomie bilden einige Schilddrüsenzellen unabhängig vom üblichen Regelkreis der Schilddrüse Hormone.  

Untersuchung auf Schilddrüsenüberfunktion

Die Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion erfolgt mit einer Blutuntersuchung, bei der die Werte der Schilddrüsenhormone und des schilddrüsenstimulierenden Hormons TSH nachgewiesen werden.

Mit Ultraschall und einer nuklearmedizinischen Untersuchung, der Schilddrüsenszintigrafie, macht sich der Arzt ein Bild von der Größe und der Beschaffenheit der Schilddrüse.  

Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion

Bei richtiger Behandlung kann man mit einer Schilddrüsenüberfunktion gut leben. Medikamente können die Bildung der Hormone in der Schilddrüse hemmen. Auch eine Operation oder eine Radiojodtherapie sind Optionen für die Therapie.  

Hormon- & Stoffwechselstörungen im Überblick