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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, vom Arzt als Hypothyreose bezeichnet, produziert die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone. Da die Schilddrüse eine wichtige Rolle bei allen Stoffwechselprozessen spielen, hat eine solche Unterfunktion erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit.

Symptome bei Schilddrüsenunterfunktion

Stoffwechselprozesse verlangsamen sich durch die Schilddrüsenunterfunktion. Patienten klagen über Symptome wie

  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall
  • blasse und trockene Haut
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Verstopfung
  • Haarausfall
  • Kälteempfindlichkeit
  • verlangsamter Herzschlag 

Ursachen sind vielfältig

Die Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion sind fast immer in einer Funktionsstörung der Schilddrüse begründet. Nur selten sind andere Krankheiten wie ein Hirntumor oder eine Schädelverletzung Ursachen einer, dann sekundären, Hypothyreose.

Häufig ist die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis Auslöser der Schilddrüsenunterfunktion.

Schädigungen im Mutterleib, eine fehlende oder zu kleine Schilddrüse und genetische Defekte der Hormonproduktion können bereits bei Kindern zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. In diesen Fällen muss frühzeitig eine Behandlung beginnen, denn die Schilddrüsenhormone sind wichtig für Wachstum und Entwicklung.

Auch die Ernährung kann eine Hypothyreose verursachen: Auf Jodmangel reagiert die Schilddrüse mit einer Unterfunktion. Daher ist es wichtig, genug Jod zu sich zu nehmen.  

Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion

Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt vor allem mit Hilfe einer Blutuntersuchung. Das Schilddrüsen stimulierende Hormon TSH ist dann erniedrigt.

Medikamente können den Hormonmangel ausgleichen, so dass Betroffene mit einer Hypothyreose gut leben können.