Systemischer Lupus erythematodes

Systemischer Lupus erythematodes, in der Medizin kurz SLE genannt, ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an, weil es dieses fälschlicher Weise als fremd erkennt.

Frauen sind etwa zehnmal öfter betroffen

Im Fall des SLE führt das zu einer chronischen Entzündung des Bindegewebes. Die Erkrankung kann den gesamten Körper betreffen. Durch SLE entzünden sich verschiedene Organe, wobei in erster Linie Blutgefäße der Haut, der Nieren und der Gelenke angegriffen werden.

Der systemische Lupus erythematodes ist eher selten: 40 von 100.000 Menschen sind von dieser Krankheit betroffen – Frauen zehnmal häufiger als Männer. Als Ursachen für SLE kommen genetische und hormonelle Faktoren in Frage.

Auch Infektionen könnten eine Rolle bei der Erkankung an systemischen Lupus erythematodes spielen.

Rechtzeitige Therapie kann den Verlauf positiv beeinflussen

Typische Symptome für systemischen Lupus erythematodes sind Hautveränderungen wie eine schmetterlingsförmige Rötung im Gesicht, die sich unter UV-Strahlung verschlimmert. Patienten, bei denen ein systemischer Lupus erythematodes diagnostiziert wurde, sollten daher die Sonne meiden.

Gelenkschmerzen, Durchblutungsstörungen der Finger, Organbeteiligungen und ein allgemeines Krankheitsgefühl können als Symptome auftreten. Dabei verläuft ein systemischer Lupus erythematodes chronisch und ist nicht heilbar. Beginnt die Therapie aber rechtzeitig, kann der Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst werden.

Medikamentöse Therapie mit Cortison hat sich bewährt

Bei der Diagnose untersucht man das Blut des Patienten auf bestimmte Autoantikörper und andere charakteristische Veränderungen.

Betroffene Organe werden mit Ultraschall untersucht. Bei der Behandlung haben sich vor allem Medikamente wie Cortison bewährt.

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Häufig behandelte Allergien, Immunsystem- & Autoimmunkrankheiten, Infektionen