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Tollwut (Rabies, Lyssa)

Tollwut, medizinisch Rabies oder Lyssa genannt, ist eine Infektionserkrankung. Diese Erkrankung wird durch Viren ausgelöst. Menschen stecken sich durch den Biss eines infizierten Tieres mit Tollwut an. Dabei waren früher meist Füchse die primäre Infektionsquelle für Tollwut. Sie haben das Virus auf Haustiere wie Hunde und Katzen übertragen. Wird ein Mensch dann von solchen Tieren gebissen, droht Gefahr.

In Deutschland praktisch ausgerottet

Dank flächendeckender Auslegung von Impfködern, gehört Tollwut inzwischen zu den Krankheiten, die in Deutschland quasi ausgerottet sind.

Nur durch den Biss von Fledermäusen, auf Reisen in Tollwutgebiete oder den Kontakt mit ungeimpften Haustieren, die illegal aus Tollwut-Gebieten wie der Kroatien, Bosnien, Weißrussland oder der Türkei importiert werden, kann man sich hierzulande noch mit dieser Krankheit anstecken.

Für Personen, die im Labor mit Tollwut Erregern arbeiten oder Kontakt zu Fledermäusen haben, steht zum Schutz ihrer Gesundheit eine Impfung zur Verfügung.

Frühzeitige Behandlung ist dringend nötig

Meist dauert es einige Wochen, bis die ersten Symptome der Tollwut bei den gebissenen Menschen auftreten. Brennen und Jucken der Bisswunde, aber auch Fieber, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit gehören dazu.

Später kommen als weitere Symptome der Tollwut dann Angst, Unruhe und Krämpfe dazu. Speichel fließt aus dem Mund. Im letzten Stadium von Tollwut setzt dann ein Koma ein, das schließlich tödlich endet.

Ist die Krankheit ausgebrochen, ist eine Therapie nicht mehr möglich. Setzt die Behandlung frühzeitig ein, erhalten betroffene Menschen nach einem Biss eine Immunprophylaxe.

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