Hodenentzündung (Orchitis)

Hodenentzündungen, medizinisch auch als Orchitis bezeichnet, treten zwar selten auf, können aber Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Bei einer Hodenentzündung dringen Bakterien oder Viren über Blut- oder Lymphgefäße oder Harnwege und Samenleiter in das Hodengewebe ein. Zwar lagern die Hoden im Hodensack außerhalb des Körpers, sind aber eng mit anderen Organen und den Gefäßen verbunden.

Ursachen & Symptome einer Hodenentzündung

Meist tritt eine Hodenentzündung mit einer anderen Erkrankung wie Mumps, Malaria, Windpocken oder dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf. Am häufigsten aber sind Harnwegsinfekte die Ursache, die über die Samenleiter aufsteigen. Dann kommt es zu einer Nebenhodenentzündung, der so genannten Epididymitis, wobei die Hoden meist mitbetroffen sind.

Typische Symptome einer Hodenentzündung sind eine starke Rötung des Hodensacks, Schmerzen und eine Schwellung des Hoden. Bei einer schweren Entzündung können als Symptome einer Hodenentzündung Fieber und Abgeschlagenheit hinzukommen.

Behandlung der Hodenentzündung

Der Arzt macht zur Diagnose der Orchitis in der Regel eine Ultraschall-Untersuchung der Hoden. So kann er die Hodenentzündung von der Hodentorsion abgrenzen. Diese Verdrehung der Hoden führt zu einer Unterbrechung der Blutversorgung: Die Hoden sterben innerhalb weniger Stunden ab.

Nach der Diagnose auf eine Hodenentzündung erfolgt eine Therapie mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten. Sind Bakterien die Ursache für die Entzündung der Hoden, wird der Arzt ein Antibiotikum verordnen.

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