Hodentorsion (Hodenverdrehung)

Verdrehen sich Hoden und Nebenhoden um den Samenstrang, hat der Patient eine Hodentorsion. Da im Samenstrang die Gefäße zu den Hoden verlaufen, kommt es zu einer Abschnürung der Blutgefäße.

Der Hoden stirbt innerhalb weniger Stunden ab. Daher ist eine Hodentorsion ein absoluter urologischer Notfall.

Häufig treten Hodentorsionen beim Baby und in der Pubertät auf

Eine Hodentorsion kann in jedem Alter auftreten. Besonders oft kommen Hodentorsionen aber im ersten Lebensjahr und in der Pubertät vor.

Eine drehende Bewegung ist häufig die Ursache für eine Hodentorsion, z.B. beim Radfahren, Ballsport oder beim Sex. Eine Verdrehung des Hodens kann aber auch aus der Ruhe heraus, z.B. im Schlaf entstehen.  

Heftige Schmerzen sind erste Symptome

Erste Symptome für eine Hodentorsion sind heftige Schmerzen in der Leisten- und Hodengegend. Der betroffene Hodensack ist druckempfindlich, gerötet und kann höher stehen als der gesunde Hoden oder quer gelagert sein.  

Schnelle Therapie rettet den Hoden

Nur die rechtzeitige Diagnose und Therapie können die Fruchtbarkeit retten. Mit Hilfe einer speziellen Ultraschall-Untersuchung, der Doppler-Sonografie, kann der Arzt den Hoden und seine Blutgefäße darstellen. So kann er erkennen, ob die Blutzufuhr durch die Hodentorsion gestört ist.

Nach der Diagnose bringt der Arzt den Hoden bei einer Operation wieder in die richtige Position, so dass die Durchblutung wieder sichergestellt ist. Ist der Hoden bereits zu stark geschädigt, hilft keine Therapie mehr. Der Hoden muss entfernt werden.  

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