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Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)

Eine Prostatavergrößerung ist weit verbreitet: 25 Prozent aller Männer über 50 Jahren leiden in Deutschland an einer Prostatavergrößerung, die auch als benigne Prostatahyperplasie oder kurz als BPH bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine gutartige Veränderung der Prostata, der Vorsteherdrüse.

Erste Symptome: Beschwerden beim Wasserlassen

Im Anfangsstadium verursacht die Vergrößerung der Prostata keine Symptome. Ist die Prostatahyperplasie bereits fortgeschritten, klagen die Patienten vor allem über Beschwerden beim Wasserlassen. Grund dafür ist die Lage der Prostata unterhalb der Harnblase, wo sie die Harnröhre umschließt.

Kommt es nun zu einem Wachstum der Prostata, also einer Prostatavergrößerung, verengt sich die Harnröhre. Der Urin kann den Körper immer schwieriger verlassen. Im schlimmsten Fall führt die Prostatahyperplasie zu einem Harnverhalt. Die Blase des Patienten kann dann nicht mehr entleert werden.  

Diagnose & Tests stellen sicher, ob es sich um eine gutartige Veränderung handelt

Bei der Diagnose ist es vor allem wichtig, Prostatakrebs auszuschließen und sicherzustellen, dass die Veränderung der Prostata gutartig ist. Bei der Untersuchung tastet der Arzt zunächst über den Darm die Prostata der betroffenen Männer ab.

Die Bestimmung des PSA-Wertes, eines bestimmten Tumormarkers im Blut, oder auch eine Gewebeentnahme sichern die Diagnose, ob es sich um Prostatakrebs handelt oder warum die Prostata vergrößert ist.

Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung kann die Vorsteherdrüse beurteilt, der Restharn in der Blase und der Harnstrahl gemessen werden.

Die Behandlung einer Prostatavergrößerung erfolgt dann mit Hilfe von Medikamenten, einer Operation oder einer Lasertherapie.  

Lasereingriff bei vergrößerter Prostata

Prof. Oliver Reich, Chefarzt der Klinik für Urologie am Klinikum Harlaching gilt bundesweit als Pionier der Greenlight-Lasermethode. Sie ist wesentlich schonender als der äußere Eingriff per Bauchschnitt oder Resektion durch die Harnröhre.

„Anders als bei der konventionellen Abtragung von störendem Prostatagewebe hat diese innovative Lasertechnologie entscheidende Vorteile, wie sehr geringe intra- und postoperative Blutungen sowie eine deutliche Verkürzung von Kathetereinsatz und Klinikaufenthalt. Damit ist diese sanfte Methode besonders auch für Patienten mit erhöhtem Risiko bei konventionellen Operationen geeignet“, erklärt Prof. Oliver Reich.

Schnellere Erholung und kürzerer Aufenthalt

Der Eingriff dauert – je nach Vergrößerung der Prostata – zwischen 25 und 75 Minuten. Der Patient kann zwischen einer Vollnarkose oder regionaler Betäubung (Spinal-Narkose im Rückenmark) wählen. Im Vergleich zu konventionellen Operationen wird beim blutarmen Eingriff mit dem Greenlight-Laser der Dauerkatheter meistens bereits am nächsten Morgen entfernt und der stationäre Aufenthalt in vielen Fällen auf nur zwei bis drei Tage reduziert.

Der Grreenlight-Laser ist ein besonders schonendes Verfahren für die operative Therapie bei vergrößerter Prostata.

Keine Angst vor der Vorsorge: Prostatavergrößerungen sind überwiegend gutartig

Eine vergrößerte Prostata ist keine Krankheit, sondern ein altersbedingt natürlicher Vorgang. Probleme beim Wasserlassen sind keineswegs ein Indiz für bösartige Veränderungen des Prostatagewebes.

Wir empfehlen allen Männern spätestens ab 50 die regelmäßige Krebsvorsorge. Wichtig hierbei sind Ultraschall-Untersuchung und Tastbefund sowie der PSA-Bluttest.

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