Leukämie, Blutkrebs

Rund 11.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Leukämie, im Volksmund auch als Blutkrebs bezeichnet. Etwa 5 Prozent der von Leukämie Betroffenen sind Kinder.

Unreife Blutzellen verdrängen die gesunden

Bei Blutkrebs sind die Zellen im Blut betroffen. Bei Leukämie bilden sich vermehrt unreife Vorstufen der Blutzellen aus. Diese verteilen sich im ganzen Körper, verdrängen die gesunden Blutzellen immer mehr aus dem Knochenmark und lagern sich häufig auch in anderen Organen ab.  

Während bei Kindern ausschließlich akute Leukämien vorkommen, stehen bei Erwachsenen die chronischen Formen der Leukämien im Vordergrund. Dazu gehören die chronische lymphatische Leukämie (CLL) und die chronische myeloische Leukämie (CML). Zu den akuten Formen von Leukämie zählt man die akute myeloische Leukämie (AML) und die akute lymphatische Leukämie (ALL).  

Müdigkeit und Infektanfälligkeit typische Symptome

Die genauen Ursachen von Leukämie sind unbekannt. Genetische Faktoren scheinen bei der Erkrankung an Leukämie eine Rolle zu spielen. Radioaktive Strahlung, Röntgenstrahlen und chemische Substanzen können das Risiko einer Leukämie erhöhen.

Chronisch verläuft der Krebs oft zunächst ohne Symptome. Bei einer akuten Leukämie zeigen sich meist innerhalb weniger Wochen Symptome wie Müdigkeit, Blässe, Blutungsneigung, Knochenschmerzen, Infektanfälligkeit und eine Vergrößerung der Lymphknoten, der Leber und der Milz.

Chemotherapie & Stammzelltransplantation bei Leukämie

Zur Diagnose von Leukämie werden Blut und Knochenmark untersucht. Die Behandlung erfolgt dann meist durch Chemotherapie.

Zeigt die Behandlung keine Wirkung oder tritt ein Rückfall auf, kann eine Stammzellen-Transplantation als Therapie gegen Leukämie in Frage kommen.

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