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Myelodysplastisches Syndrom

Als myelodysplastisches Syndrom, kurz MDS, bezeichnet man eine Gruppe von Erkrankungen, die das Knochenmark betreffen. Aus Knochenmarkszellen, den so genannten Blasten, entwickeln sich verschiedene Blutzellen.

Wenn Knochenmarkzellen nicht genügend Blutzellen produzieren

Zu den Blasten gehören z.B. die roten Blutkörperchen, auch Erythrozyten genannt. Sie sind u.a. für den Sauerstofftransport im Körper zuständig. Auch weiße Blutkörperchen, die so genannten Leukozyten, werden in den Blasten gebildet. Sie spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem.

Thrombozyten, die Blutplättchen, die für die Blutgerinnung zuständig sind, haben ihren Ursprung ebenfalls in den Zellen des Knochenmarks. Bei Patienten mit einem myelodysplastischen Syndrom sind die Blasten verändert und produzieren nicht mehr ausreichende Mengen dieser Blutzellen.

Betroffen häufig ältere Patienten

Ein myelodysplastisches Syndrom kommt vor allem bei älteren Menschen vor. Meist sind die von MDS betroffenen Patienten über 60 Jahre alt. In etwa 10 Prozent der Fälle wurden die myelodysplastische Syndrome durch eine Strahlen- oder Chemotherapie verursacht.

In der Regel bleibt aber die Ursache für MDS unklar. Ein Teil der vom myelodysplastischen Syndrom Betroffenen entwickelt nach einer gewissen Zeit eine akute Leukämie.

Regelmäßige Kontrolle bei MDS

Bei vielen Patienten verläuft MDS stabil und ohne große Komplikationen. Dann kann man, bei regelmäßiger Kontrolle, auf eine Therapie verzichten. Sind die Beschwerden durch das myelodysplastische Syndrom bereits gravierender, versucht man bei der Behandlung, das fehlende Blut zu ersetzen. Dafür kommt eine Bluttransfusion oder die Gabe von Wachstumsfaktoren in Frage. Immunmodulatoren können dafür sorgen, dass die verbleibenden gesunden Blasten mehr Blutzellen produzieren.

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