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Plasmozytom

Das Plasmozytom, auch multiples Myelom oder Morbus Kahler genannt, ist eine Tumorerkrankung, die vom Knochenmark ausgeht. Das multiple Myelom gehört zu den Non-Hodgkin-Lymphomen und ist eher selten. In Deutschland leiden drei von 100.000 Menschen an dieser Erkrankung.

Symptome beim multiplen Myelom sehr unspezifisch

Die Ursachen für ein Plasmozytom sind noch ungeklärt. Vermutlich spielen genetische Faktoren eine Rolle. Zu Beginn sind bei Patienten mit einem multiplen Myelom die Symptome sehr unspezifisch. Müdigkeit, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, leichtes Fieber und Nachtschweiß verstärken die Diagnose. Später kommt es zu Knochenschmerzen. Ein multiples Myelom betrifft vor allem den Rücken.

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung breiten sich die Tumorzellen im Knochenmark aus. Die Knochen werden zunehmend instabil und brechen. Im Blut des Patienten steigt der Calcium-Spiegel, da dieses Mineral durch den Abbau von Knochenmasse freigesetzt wird.

Strahlen- oder Chemotherapie beim multiplen Myelom

Auch das Immunsystem wird von einem Plasmozytom geschädigt. Bestimmte Zellen des Immunsystems, die Plasmazellen, wuchern und bilden so genannte monoklonale Antikörper, die für die Abwehr von Erregern ungeeignet sind. Patienten leider daher oft unter schweren Infektionen.

Je nach Stadium der Erkrankung an einem multiplen Myelom setzt man zur Behandlung auf Strahlen- oder Chemotherapie. Zur Therapie der Symptome werden z.B. Schmerzmittel verabreicht. Eine endgültige Heilung ist sehr unwahrscheinlich. Meist kommt es innerhalb von Monaten bis Jahren zu einem Rückfall.

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