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Leistenbruch (Leistenhernie)

Erleidet man einen Leistenbruch, auch Leistenhernie genannt, bricht Gewebe aus dem Bauchraum durch die Leiste und stülpt sich aus. Die Leiste bildet den Übergang vom Bauch zum Oberschenkel. Dort sitzt der Leistenkanal, in dem sich wichtige Blutgefäße und Nerven befinden. Bei Männern verlaufen die Samenstränge durch den Leistenkanal. Bei Frauen befindet sich dort das so genannte Mutterband, das die Gebärmutter stabilisiert.

Leistenbruch entsteht durch hohen Druck

Die Leiste wird durch kräftige Muskeln und Sehnen gestützt, denn wenn wir husten, niesen oder schwer heben, lastet dort hoher Druck. Wird dem Druck nicht mehr Stand gehalten, kommt es zum Leistenbruch.

Das Bauchfell durchbricht den Leistenkanal. Durch den Leistenbruch bildet sich ein Bruchsack. In diesem befinden sich Teile des Darmes oder des Fettgewebes, das den Darm wie ein Netz umgibt.  

Ein Leistenbruch muss häufig, aber nicht grundsätzlich, operiert werden

Patienten spüren bei einem Leistenbruch zunächst nur ein leichtes Ziehen in der Leistengegend. Später werden die Leistenbrüche oft als Beule sichtbar.

Klemmt sich der Inhalt des Bruchsackes ein, treten starke Schmerzen auf. Übelkeit, Erbrechen und Fieber können zu den Schmerzen als Symptome hinzukommen. Dann handelt es sich bei dem Leistenbruch um einen Notfall, der tödlich enden kann und eine Operation dringend erforderlich ist.

Von einem Leistenbruch betroffene, sollten deshalb sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird nach ausführlicher Indikationsstellung entscheiden, ob eine Operation notwendig ist. Die Technik, die bei einem Leistenbruch meist angewendet wird, wird minimal-invasive Technik genannt.

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Leistenbruch

Prof. Dr. med. Natascha C.
Chefärztin (Allgemein-, Viszeralchirurgie und endokrine Chirurgie)
Prof. Dr. med. Natascha C. Nüssler