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Stuhlinkontinenz

Eine Erkrankung mit hoher Dunkelziffer: die Anal- oder Stuhlinkontinenz. Wer seinen Stuhlgang nicht mehr bewusst steuern kann, spricht ungern über sein gesundheitliches Problem. Epidemiologische Studien haben aber gezeigt, dass fünf Prozent der Bevölkerung unter 65 Jahren zumindest gelegentlich unter Anale Inkontinenz leidet.  

Wenn der Schließmuskel nicht mehr schließt

Dass wir unseren Stuhlgang halten können, wird durch ein komplexes Zusammenspiel der Schließmuskulatur, eines sensorischen Warnsystems in der Mastdarmwand und der hochempfindlichen Haut des Analkanals sichergestellt. Gerät dieses System aus dem Takt, reichen die Symptome vom Fleck in der Unterwäsche und dem Entweichen von Gasen bis hin zu einem vollständigen Kontrollverlust über die Darmentleerung.  

Ursachen & Behandlungsoptionen

Die Ursachen dieser Art von Analer Inkontinenz sind vielfältig: Schlaganfall, Alzheimer-Erkrankung, Multiple Sklerose oder ein Gehirntumor können beispielsweise die Impulsverarbeitung stören; Tumore im Darm, eine Beckenbodensenkung oder ein Dammriss bei der Geburt die Muskulatur stören. Manchmal sind auch nur Hämorrhoiden schuld.

Neben der Bekämpfung dieser Ursachen kann z.B. Beckenbodentraining gegen die Anale Inkontinenz helfen. Operativ können Muskelanteile rekonstruiert oder sogar vollständig ersetzt werden. Bei Nervenschädigungen sind die Möglichkeiten einer Therapie leider gering.  

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