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Raynaud-Syndrom

Kälte als Krankheitsauslöser

Das Raynaud-Syndrom ist nach seinem Entdecker, dem französischen Arzt Maurice Raynaud, benannt. Patienten mit einem Raynaud-Syndrom müssen vor allem Kälte meiden, denn schon ein kurzer Kältereiz kann zu einem Gefäßkrampf in Händen und Fingern, seltener auch in den Zehen, führen.

Kribbeln, Schmerzen und Rötungen

Durch die Kälte ziehen sich die Arterien der Finger abrupt zusammen und das Blut entweicht. Die Gliedmaßen der vom Raynaud-Syndrom Betroffenen werden blass oder laufen blau an. Lässt der Krampf nach, schießt das Blut in die Finger zurück. Typische Symptome für das Raynaud-Syndrom sind dann Schmerzen und Rötungen. Auch Stress kann einen solchen Anfall auslösen.

Gefäßerweiternde Medikamente

Zur Therapie eines primären Raynaud-Syndromes kann der Arzt gefäßerweiternde Medikamente verordnen. Beim sekundären Syndrom muss die zu Grunde liegende Erkrankung behandelt werden. Ein konsequenter Schutz der Finger und Hände vor Kälte durch Handschuhe, Taschenwärmer, Mütze und Schal, ausreichend Bewegung und Entspannung können das Leben mit der Erkrankung erleichtern.

Formen des Syndroms

Die Medizin unterscheidet beim Raynaud-Syndrom zwei Formen. Am primären Raynaud-Syndrom erkranken vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Die Ursachen sind ungeklärt. Häufig sind die Patientinnen auch von niedrigem Blutdruck betroffen.

Das sekundäre Raynaud-Syndrom betrifft Frauen und Männer gleichermaßen und ist eine Folge einer anderen Krankheit. So können Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Erkrankungen des Bindegewebes wie die Sklerodermie, aber auch Multiple Sklerose und andere neurologische Krankheiten die Auslöser sein.