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Herzneurose (Herzangst, funktionelle kardiovaskuläre Störung)

Druck auf der Brust, Atemnot und stechender Herzschmerz – diese Symptome deuten auf einen Herzinfarkt hin. Die Betroffenen geraten beim Auftreten der Symptome in Panik, denken, man müsse sterben.

Doch in 20 bis 30 Prozent der Fälle, die mit diesem Beschwerdebild einen Arzt aufsuchen, finden sich keine organischen Ursachen. Die Patienten leiden unter Herzneurose – einer speziellen Form einer Angsterkrankung.

Wenn die Angst vor einem Herzinfarkt vermeintliche Herzerkrankungen verursacht

Das Herz reagiert sehr sensibel auf die Psyche. Seelischer Schmerz kann wirklich Herzschmerz machen. Bei Angst oder Erregung erhöht sich der Puls.

Menschen mit Herzneurose interpretieren häufig eigentlich harmlose Herzaktionen falsch und erleben sie als bedrohlich. Die betroffenen Menschen hören immer stärker in sich hinein und achten auf ihren Herzschlag. Durch eine Herzneurose entsteht ein Teufelskreis der Angst.  

Ursachen der Herzneurose

Auslöser für diese Angst sind oft ungelöste Konflikte oder Trennungsängste. Auch Herzinfarkte oder ähnliche Krankheiten bei Freunden oder in der Familie können eine solche funktionelle kardiovaskuläre Störung begünstigen. Bei Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, tritt in der Folge häufig aus Angst vor einem zweiten Infarkt eine Herzneurose auf.  

Therapie der Herzneurose

Zunächst schließt der Arzt bei seiner Diagnose alle organischen Herzerkrankungen der betroffenen Menschen aus. Dann können Psychotherapie und Entspannungsmethoden als Behandlung helfen, die Angst in den Griff zu bekommen.

Auch Beta-Blocker als Therapie gegen die Herzneurose können vorübergehend das Herzrasen mildern und der Angst so die Grundlage nehmen.  

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