Pseudokrupp (Krupphusten)

Pseudokrupp, auch Krupphusten genannt, entwickelt sich meist aus einer Virusinfektion der oberen Atemwege, die in der Folge Kehlkopf und Luftröhre befällt. Erreger ist in den allermeisten Fällen das Parainfluenzavirus.

Besonders gefährdet sind Kleinkinder

Der Kehldeckel entzündet sich und schwillt dann an. Besonders bei Kindern verengen sich dadurch die Atemwege, da ihr Kehlkopf noch schmal ist und durch die Schwellung besonders beeinträchtigt wird. Man darf die Erkrankung nicht sogenannten „echten Krupp“ verwechseln. Beim "echten Krupp" handelt es sich um die Entzündung des Kehlkopfes bei Diphtherie.

Pseudokrupp befällt vor allem Babys ab 6 Monaten und kann Kleinkinder bis zum Alter von vier bis fünf Jahren betreffen. Typische Symptome bei Pseudokrupp sind Heiserkeit und ein bellender Husten, der das Kind vor allem in der Nacht plagt. Atemnot kann auftreten, ebenso ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen. Manches Kind mit Krupphusten haben auch Fieber.

Behandlung von Pseudokrupp

Bei einem akuten Krupp-Anfall sollte man den Kindern vor allem Ruhe vermitteln und für Frischluft sorgen. Meist geht der Anfall dann schnell vorüber. Tritt Atemnot auf, sollten Eltern die Kinder zum Arzt bringen.

Die Gabe von Cortison- Zäpfchen oder die Inhalation eines Adrenalingemisches, helfen dem Kehldeckel dann beim Abschwellen. Bei starker Luftnot können dem Kind zur Therapie auch Sauerstoff und Beruhigungsmittel gegeben werden.  

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Pseudokrupp

Prof. Dr. med. Stefan
Chefarzt Pädiatrie der Kinderklinik Harlaching
Prof. Dr. med. Stefan Burdach

Lungen- und Atemwegserkrankungen im Überblick