Hypertensive Nephropathie (Nierenerkrankung bei Bluthochdruck)

Mit dem Sammelbegriff Nephropathie bezeichnet man in der Medizin Krankheiten der Niere oder der Nierenfunktion. In der Regel benutzt man diesen Ausdruck für nicht entzündliche Prozesse im Körper.

So können die Ursachen toxisch oder genetisch sein. Vor allem führen aber Diabetes oder hoher Blutdruck zu einer Schädigung der Nieren. Ist der Bluthochdruck für die Nierenkrankheit verantwortlich, spricht der Arzt von einer hypertensiven Nephropathie.

Bluthochdruck wichtigste Ursache für Niereninsuffizienz

Dabei handelt es sich um ein komplexes Wechselspiel. Die Nieren regulieren den Blutdruck, in dem sie z.B. den Flüssigkeitshaushalt steuern, aber auch Hormone bilden, die die Blutgefäße verengen und so den Blutdruck erhöhen.

Liegt auf der anderen Seite Bluthochdruck vor, so werden die empfindlichen Gefäße der Nieren geschädigt. Die Niere kann ihre Filterfunktion nicht mehr uneingeschränkt aufrechterhalten. Eine chronische Nierenschwäche kann sich entwickeln. Damit gehört der Bluthochdruck neben Diabetes zu den wichtigsten Ursachen einer solchen Niereninsuffizienz.  

Bluthochdruck muss immer behandelt werden

Patienten mit Bluthochdruck entwickeln häufig eine hypertensive Nephropathie. Diese bleibt meist lange ohne Symptome und kann die Nieren langfristig irreversibel schädigen. Daher bedarf Bluthochdruck immer einer Behandlung.

Bei der Therapie kommen Medikamente wie ACE-Hemmer, Calcium-Antagonisten und Beta-Blocker zum Einsatz.  

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