Nierenarterienstenose (Nierenarterienverkalkung)

Eine Nierenarterienverkalkung, in der Medizin als Nierenarterienstenose bezeichnet, gehört zu den Krankheiten, die Bluthochdruck verursachen können und so der Gesundheit erheblich schädigen.

Arteriosklerotische oder angeborene Ursache

Die Nierenarterie, die von der Hauptschlagader abgeht und die Niere mit Blut versorgt, ist durch die Nierenarterienverkalkung verengt. Man kennt im Wesentlichen zwei Ursachen der Nierenarterienverkalkung:

Bei 80 Prozent der Patienten ist die Stenose eine Folge von Arteriosklerose. Von dieser Gefäßverkalkung ist dann in der Regel neben der Nierenarterie auch die Aorta betroffen. Diese Form der Nierenarterienstenose tritt vor allem bei älteren Menschen und Rauchern auf. Es handelt sich dann um eine so genannte arteriosklerotische Nierenarterienstenose.  

Deutlich seltener kommt die fibromuskuläre Nierenarterienstenose vor. Diese Veränderung der Nierenarterie ist angeboren. Meist sind die Betroffenen Frauen. Bei ihnen wird die Verengung der Nierenarterien durch eine ausgeprägte Gefäßwandmuskulatur und Bindegewebsstruktur hervorgerufen.  

Behandlungsoptionen bei Nierenarterienstenose

Bei einigen Patienten verläuft die Nierenarterienverkalkung ohne Symptome. Häufig führt die Verengung der Nierenarterien aber zu Bluthochdruck.

Bei der Therapie versucht man zunächst den Blutdruck medikamentös zu senken.

Lässt sich die Hypertonie so nicht erfolgreich behandeln, kann mit einem Katheter ein Ballon in das Gefäß eingebracht und vorsichtig mit Luft gefüllt werden, so dass sich die Engstelle erweitert. In einigen Fällen wird nach der Diagnose ein Stent eingesetzt, der das Gefäß zukünftig stabilisieren soll.  

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