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Nierenentzündung (Glomerulonephritis)

Bei der Nierenentzündung, medizinisch Glomerulonephritis, entzünden sich die Gefäßkörperchen in den Nieren, in denen der Primärharn gebildet wird. Diese Strukturen in der Niere filtern das Blut und leiten Flüssigkeit aus dem Körper. Sind die Nieren entzündet, ist die Filterfunktion der Niere gestört. Die Nierenentzündung ist daher eine der Krankheiten, die am häufigsten zu Nierenversagen führt.

Antikörper verursachen häufig Nierenentzündung

Zu den Ursachen einer Nierenentzündung gehören vor allem immunologische Prozesse. Dabei lagern sich Antikörper in den Nieren ab.

Die Glomerulonephritis kann aber auch die Folge einer anderen Grunderkrankung sein. So entwickeln z.B. Patienten mit Hepatitis B und C, HIV, Syphilis oder einem Lungenkarzinom häufig eine Nierenentzündung.  

Symptome treten selten auf

Im Gegensatz zu einer Nierenbeckenentzündung verursacht die Nierenentzündung selten Symptome oder Schmerzen. Oft bleiben Symptome lange aus.

Erst wenn die verbleibenden gesunden Nierenkörperchen die Filterarbeit nicht mehr ausreichend leisten können, kann verfärbter Urin eines der Symptome sein. Bluthochdruck kann sich entwickeln. Das Gewebe lagert Flüssigkeit ein; weitere Symptome sind Ödeme, die sich dadurch bilden.  

Behandlungsoptionen bei Nierenentzündung

Zur Diagnose untersucht man den Urin auf Blut und Eiweiß. Die Therapie hängt dann von der Ursache der Entzündung der Niere und der Verlaufsform ab. Bei der Behandlung der Ödeme setzt man z.B. auf entwässernde Mittel, während entzündungshemmende Medikamente und Immunsuppressiva die Infektion bekämpfen sollen.  

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Nierenentzündung

Prof. Dr. med. Stefan
Chefarzt Pädiatrie der Kinderklinik Harlaching
Prof. Dr. med. Stefan Burdach