Reizblase

Häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und in einigen Fällen auch der ungewollte Abgang von Urin, sind Symptome, die auf eine Reizblase hindeuten könnten.

Was ist eine Reizblase?

Bei einer Reizblase handelt es sich um eine Funktionsstörung der Blase, häufig ohne organischen Befund. Betroffen von dieser Reizung der Blase sind vor allem Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.

In Deutschland leiden rund 14 Prozent der Frauen im Alter von über 40 Jahren an diesen Beschwerden.  

Ursachen nicht vollständig geklärt

Die Ursachen einer Reizblase sind nicht vollständig geklärt. Man diskutiert über einen Östrogenmangel. Auch psychosomatische Gründe scheinen eine Rolle für die Beschwerden mit der Blase zu spielen.

In einigen Fällen könnte es sich bei der Reizblase um einen chronischen Infekt handeln, bei dem die typischen Erreger einer Blasenentzündung aber nicht nachweisbar sind. In diesem Fall spricht der Arzt von einer sekundären Reizblase, wie sie z.B. auch bei einem oberflächlichen Blasentumor vorliegen kann.

Eine primäre Reizblase ist dagegen immer eine Ausschlussdiagnose. Trotz einer umfangreichen Diagnose lässt sich dann keine Ursache für die Symptome finden.  

Behandlung der Reizblase

Die Behandlung einer Reizblase ist daher nicht ganz einfach. Bei einer sekundären Reizblase wird der Arzt versuchen, die Ursache der Reizblase zu bekämpfen und z.B. einen Blasentumor operativ entfernen.

Darüber hinaus reicht das Spektrum der Therapie von Entspannungsübungen über Beckenboden- und Blasenentleerungstraining bis hin zu Medikamenten.  

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