Gallensteine (Cholelithiasis)

15 bis 20 Prozent der Deutschen haben Gallensteine. Bei Gallensteinen handelt es sich um feste Gebilde in der Gallenblase oder auch den Gallengängen, die aus verfestigter Gallenflüssigkeit bestehen. Je nach Zusammensetzung werden diese Gallensteine zum Beispiel als Pigment- oder Cholesterinsteine bezeichnet. 90 Prozent aller Gallensteine entstehen aus Cholesterin.

Gestörte Zusammensetzung des Gallensaftes

Gallensaft besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Darin gelöst sind z.B. Gallensäure und Eiweiß. Auch Cholesterin ist im Gallensaft enthalten, kann sich aber nicht im Wasser lösen.

Das Cholesterin wird daher von Gallensäure umgeben, so dass es nicht verklumpt. Ist aber die Zusammensetzung des Gallensaftes gestört, kann dieser Prozess nicht mehr funktionieren, da z.B. zu wenig Gallensäure oder zu viel Cholesterin, das dann verklumpt und Gallensteine bildet, enthalten ist.  

OP nur bei Auftreten von Beschwerden

75 Prozent der Patienten, die unter Cholelithiasis, sprich Gallensteinen, leiden, haben keine Beschwerden. Dann besteht kein Handlungsbedarf.

Kommt es aber durch die Gallensteine zu einer Abflussstörung oder sogar zu einer Entzündung der Gallenblase, bleibt meist nur die Operation als Behandlung.

Die Gallensteine sind im Ultraschall in der Regel gut erkennbar. Man wartet dann ab, bis Entzündungen verheilt sind und entfernt dann die Gallenblase mit einer Operation im Schlüssellochverfahren. Da die Gallenblase lediglich den Gallensaft speichert, der in der Leber gebildet wird, kann man ohne dieses Organ im Normalfall problemlos leben.  

Häufig bei uns behandelte Erkrankungen der Organe des Bauchraums