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Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni)

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre gehören zu den häufigsten Krankheiten im Bereich von Magen und Darm. Je nach Lage der Geschwüre, spricht man von einem Magengeschwür oder Ulcus ventriculi oder einem Zwölffingerdarmgeschwür, das Mediziner auch als Ulcus duodeni bezeichnen.

Wenn der Magen sich selbst verdaut

Im Magen wird zur Verdauung Salzsäure produziert. Zum Schutz ist er mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Bilden sich in dieser Schleimhautschicht Lücken oder wird zu viel Säure produziert, verdaut sich der Magen selbst. Reichen die daraus resultierenden Schäden bis durch die obere Muskelschicht, spricht man von einem Geschwür.  

Medikamentöse Therapie bei Bakterieninfektion

Kann Helicobacter nachgewiesen werden, erfolgt die Therapie durch Medikamente mit zwei Antibiotika und einem Säureblocker, in der Regel als Kautablette. Diese Eradikationstherapie tötet den Erreger innerhalb einer Woche ab.  

Symptome und Ursachen eines Magengeschwürs

Die Symptome für ein Magengeschwür sind eher unspezifisch. Die Symptome sind Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Schmerzen im Oberbauch.

Die Diagnose erfolgt mit Hilfe einer Magenspiegelung. Dabei entnimmt der Arzt in der Regel Gewebeproben, die unter dem Mikroskop untersucht werden. So lässt sich Magenkrebs ausschließen und Diagnose auf ein Zwölffingerdarm- oder Magengeschwür.

In den entnommen Zellen kann auch das Bakterium Helicobacter pylori nachgewiesen werden, das eine der wichtigsten Ursachen für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre ist.

Auch bestimmte Medikamente, z.B. die Schmerzmittel Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen oder Kortison erhöhen das Risiko für diese Erkrankungen. Patienten mit Diabetes leiden häufiger unter einem Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür.  

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