Schädel-Hirn-Trauma

Ein Schädel-Hirn-Trauma, kurz SHT, ist eine Verletzung von Schädelknochen und Gehirn. Es entsteht durch eine Gewalteinwirkung auf den Kopf, bzw. das Gehirn. Meist kommt es durch einen Unfall oder einen Sturz, z.B. beim Sport, zu dieser Verletzung.

Dabei können Patienten nach einen Unfall unter Bewusstlosigkeit leiden. Zu den Symptomen bei einem Schädel-Hirn-Trauma gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen und Übelkeit.

Schweregrad des Schädel-Hirn-Traumas

Ein Schädel-Hirn-Trauma gehört zu den häufigsten Todesursachen bei Personen unter 40 Jahren. Aber es muss nicht gleich zum Schlimmsten kommen: Die Neurologie unterscheidet drei Schweregrade dieser Verletzung, die von einer Gehirnerschütterung, medizinisch Commotio cerebri, über eine Gehirnprellung bis hin zu einer Quetschung des Gehirns reichen.

Die Einteilung erfolgt an Hand der so genannten Glasgow Coma Scala. Dabei werden drei Funktionen des Bewusstseins bewertet:

  1. Augen öffnen
  2. Ansprechbarkeit
  3. die Reaktion auf Schmerzreize

Je höher der Wert auf einer Skala von drei bis 15 ist, umso leichter ist das Schädel-Hirn-Trauma. In 80 Prozent der Fälle bei diesen Verletzungen handelt es sich um ein Schädel-Hirn-Trauma des Grad I, das meist ohne Folgeschäden ausheilt.  

Wann ist es ein Schädel-Hirn-Trauma, wann eine Gehirnerschütterung?

Manchmal tritt bei einer Gehirnerschütterung auch zunächst eine kurze Bewusstlosigkeit auf. Auch wenn die Diagnose Gehirnerschütterung zunächst nicht wirklich beunruhigend für die Gesundheit klingt, sollte sie aber dennoch gründlich abgeklärt werden, denn die Grenze zwischen einer leichten Gehirnerschütterung und einem schweren Schädel-Hirn-Trauma verläuft unscharf.

Ein Schädel-Hirn-Trauma kann zunächst ganz ähnliche Symptome auslösen wie eine Gehirnerschütterung, obwohl vielleicht bereits lebensgefährliche Blutungen im Kopf auftreten.  

Erstkontakt mit dem Verletzten

Beim ersten Kontakt mit dem Verletzten erfragen die Ärzte den Unfallhergang, überprüfen Bewusstseinszustand, Atmung und Kreislauf und beurteilen des Schweregrad des Traumas. Diese erste Beurteilung der Verletzungen ist entscheidend für den Verlauf der Erkrankung und deren Therapie.  

Gehirnerschütterung

Leidet ein Patient nach einem Sturz auf den Kopf vorübergehend an Beschwerden und zeigt Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, handelt es sich oft um eine Gehirnerschütterung. Wie schlimm die Auswirkungen sind, überprüft der Arzt meist mit einer Computertomografie (CT) des Schädels.

Ist zum Beispiel ein Unfallopfer schläfrig, hat Krampfanfälle oder erbricht, können diese Beschwerden Symptome einer Blutung im Gehirn sein. Bestätigt sich dieser Verdacht nicht, handelt es sich wirklich um eine Gehirnerschütterung. Dann reicht meistens schon ein paar Tage Ruhe aus, um den Patienten wieder voll herzustellen.  

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