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Schlaganfall (Apoplex), Hirnstamminfarkt

Bei einem Schlaganfall, in der Medizin auch Apoplex oder Insult genannt, werden Bereiche des Gehirns des Patienten nicht mehr ausreichend durchblutet. Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall. In Deutschland gehört der Schlaganfall, auch als Hirninfarkt bezeichnete, neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu den häufigsten Todesursachen.

Schnelle Hilfe kann dem Schlaganfall Patienten Leben retten und dafür sorgen, dass der Betroffene möglichst wenig langfristige Schäden davon trägt. 

Schnelle Hilfe in spezialisierter Stroke Unit

Die Symptome bei einem Schlaganfall schnell zu erkennen, ist überlebenswichtig. Betroffene, die zeitnah in einer so genannten Stroke Unit, einer speziellen Abteilung für die Erstversorgung von Schlaganfall-Patienten, behandelt werden, haben gute Chancen, dass die Ärzte die Sauerstoffversorgung im Gehirn wieder herstellen können, bevor es zum Absterben von Hirnzellen kommt. So werden negative Folgen und Beeinträchtigungen der betroffenen Menschen verhindert.  

Schnelle Hilfe wichtig für spätere Prognosen

Übergewicht, Rauchen, Diabetes und Bluthochdruck erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall. Daher spielt die Ernährung bei der Vorbeugung eine große Rolle.

Kann die Therapie nach einem Schlaganfall schnell eingeleitet werden, und bekommt der Patient anschließend zeitnah eine gute Rehabilitation, stehen die Chancen gut, ohne allzu große körperliche Einschränkungen leben zu können.  

Typische Symptome eines Schlaganfalls

Typische Symptome bei einem Schlaganfall sind

  • Sehstörungen
  • halbseitige Lähmungen von Gesicht oder Körper
  • Sprachstörungen
  • Sensibilitätsstörungen in den Extremitäten
  • Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen

Schlaganfall Patienten können auch bewusstlos sein oder an heftigen Kopfschmerzen leiden. Zu den Ursachen eines Schlaganfalls gehören Hirnblutungen und Hirn-Thrombosen, bei denen ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn verschließt.  

Besonders schwere Form: Hirnstamminfarkt

Ein Hirnstamminfarkt ist ein Schlaganfall der besonderen Form, der meist besonders schwerwiegende Folgen hat. Das liegt daran, dass im Hirnstamm wichtige Funktionen wie Schlucken, Atmen oder auch die Bewusstseinslage kontrolliert werden. Ein schwerer Hirnstamminfarkt ist daher für die Patienten ein lebensbedrohliches Ereignis.  

Lysetherapie beim Hirnstamminfarkt

Für die Diagnose ist die, üblicherweise bei Krankheiten wie ein Schlaganfall, durchgeführte Computertomografie (CT) meist nicht ausreichend, da der Hirnstamm dort nicht hinreichend abgebildet wird.

Bei einem Hirnstamminfarkt kommt daher eine Magnetresonanz-Tomografie (MRT) zum Einsatz. Als Therapie erfolgt möglichst zeitnah die Lyse, die medikamentöse Behandlung oder Operation, die zur Auflösung des Blutgerinnsels führt.  

Ursachen & Symptome des Hirnstamminfarkts

Der Hirnstamm wird von den beiden Wirbelarterien mit Blut versorgt. Diese vereinen sich zur Arteria Basilaris. Verschließt sich eine der beiden Wirbelarterien, meist in Folge einer Arteriosklerose, spricht man in der Medizin vom Wallenberg-Syndrom.

Das verlängerte Rückenmark wird dann nicht mehr mit Blut versorgt. Bewegungsabläufe sind gestört. Der Patient hat Probleme mit dem Schlucken und Sprechen. Weitere Symptome sind Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Auch ein hängendes Augenlid kann auftreten. Die Patienten erleiden einen Hirnstamminfarkt.

Locked-in-Syndrom

Verschließt sich die Arteria Basilaris, spricht man auch von einer Basilaristhrombose. Bei dieser schwersten Form des Hirnstamminfarkts kann es zum Locked-in-Syndrom kommen. Die Patienten sind vollständig reglos und können willkürlich nur noch die Augen bewegen.  

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Sie

Prof. Dr. med. Roman
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Gutartiger Tumor des Hör- und Gleichgewichtsnervs

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Alzheimer: Häufigste Form der Demenz

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Degeneration des motorischen Nervensystems

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Gewitter im Gehirn

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