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Innovative Plasma-Therapie bekämpft wirksam Krankheitskeime ohne Nebenwirkungen

Wunden, die nicht heilen wollen

Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, bei älteren Menschen sind es sogar fünf Prozent, werden davon oft jahrelang geplagt.

Für sie gibt es jetzt Hoffnung

In der >  Abteilung für Hauterkrankungen im Klinikum Schwabing [link], (Chefarzt Prof. Dr. Wilhelm Stolz), werden Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden mit einer ganz neuen Methode behandelt.

, so genanntem Plasma, behandelt. "Das gasförmige Plasma wird wie mit einem lauwarmen Föhn auf die Wunde geblasen", erklärt der Schwabinger Dermatologe, Dr. Georg Isbary, "der darin enthaltende Cocktail aus hochenergetischen Sauerstoff-Stickstoff-Verbindungen, Radikalen und einem speziellen UV-Anteil, kann Bakterien, Viren und Pilze abtöten, ohne menschliche Zellen zu schädigen." Und, wie es sich bislang zeigte, scheint er außerdem noch die Wundheilung anzuregen. Derzeit befindet sich die Therapie-Methode noch in der Testphase. Doch 160 Patientinnen und Patienten konnte Dr. Isbary mit der neuen Behandlung bislang schon helfen. Normalerweise sei Plasma glühend heiß, erklärt Isbary. Seit es den Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching, mit denen die Ärzte in Schwabing zusammenarbeiten, gelungen ist, Plasma mit Temperaturen zwischen 23 und 32 Grad Celsius herzustellen, eröffnen sich damit nicht nur für Patienten mit chronisch infizierten Wunden neue Möglichkeiten. "Auch für die allgemeine Hygiene bedeutet diese Entwicklung enorme Fortschritte", sagt Isbary, "so lässt sich mit kaltem Plasma beispielsweise auch Fußpilz hervorragend bekämpfen." Auch in der jüngsten EHEC-Welle erwies es sich als wirkungsvolles Desinfektionsmittel gegen die gefährlichen Erreger. Für seine Studie zu der neuen Technik wurde Georg Isbary Anfang Mai mit einem renommierten Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Prof. Dr. Wilhelm Stolz, Chefarzt

Klinik für Dermatologie, Allergologie und Umweltmedizin
im Klinikum Schwabing

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Dr. Georg Isbary

Klinik für Dermatologie, Allergologie und Umweltmedizin
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