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Klinikum Bogenhausen

Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin
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Sprunggelenk: Verletzungen, Deformitäten, Erkrankungen

Die Sprunggelenke sind großen Belastungen ausgesetzt: Schon beim Gehen, erst recht aber beim Landen nach einem Sprung oder dem Stoppen in rasanter Bewegung müssen sie Kräften standhalten, die ein Vielfaches des gesamten Körpergewichts betragen. Durch Verletzungen, Fehlstellungen/–haltungen oder durch die Abnutzungsprozesse im Alter entstehen Deformitäten und treten oftmals massive Schmerzen auf, deren Diagnostik und Therapie unser Spezialgebiet ist. 

Hartnäckige Schmerzen im Sprunggelenk können viele Ursachen haben

Wenn Schmerzen im Sprunggelenk auftreten, dieses oft geschwollen ist und nicht-operative Therapien auch nach Monaten keine nachhaltigen Erfolge gezeigt haben, dann können wir durch eine sorgfältige Diagnostik und ausgefeilte Operationstechniken Abhilfe schaffen.

Unsere Untersuchung beginnt stets mit einem ausführlichen Patientengespräch und einer körperlichen Untersuchung, bei der wir durch Funktionsprüfungen feststellen, welche Bewegungen den Schmerz auslösen. Röntgenbilder, aber vor allem die Magnetresonanztomographie (MRT) geben uns Aufschluss, welche Ursachen den Schmerzen zugrunde liegen.

Auch bei Bandverletzungen ist ein erfahrener Blick besonders sinnvoll

Ausgesprochen häufig treten Bandverletzungen durch ein Umknicken des Fußes auf. Hierbei kann der Kapselbandapparat in sehr unterschiedlichem Ausmaß einreißen oder zerreißen.

Bei den Verletzungen die individuell richtige Therapieentscheidung zu treffen, erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und Wissen über die Entstehungsmechanismen und die vielfältigen operativen wie konservativen Möglichkeiten.

Die Therapieoptionen in Bogenhausen reichen von der konservativen Behandlung durch Schienen oder Gipsanlage bis hin zur operativen Stabilisierung.

Die arthroskopische Operation des Sprunggelenks

Durch schonende Gelenkspiegelung lassen sich Schmerzen lindern und Spätfolgen meiden

Im Rahmen einer Arthroskopie, wie die Gelenkspiegelung auch genannt wird, können wir Knorpel- und Knochenstücke entfernen, die sich im Gelenk gelöst haben und als so genannte freie Gelenkkörper zu Reibungen und Einklemmungen führen können.

Wir können bei krankhaften Veränderungen Teile der Gelenkinnenhaut sowie Narbengewebe entfernen sowie Verwachsungen lösen.

Knorpelränder glätten wir, damit sie den Knorpel auf der gegenüberliegenden Gelenkseite nicht aufreiben.

Zudem verschafft uns die Gelenkspiegelung, bei der ein Arthroskop mit Kamera und Lichtquelle durch nur fünf Millimeter lange Schnitte eingeführt wird, einen Überblick über eventuelle Schäden an den gelenkstabilisierenden Bändern, Fehlstellungen oder den eingetretenen Knorpelverschleiß.    

Das Fußballer-Sprunggelenk (Impingement) schonend sanieren

Bei dieser Erkrankung bilden sich Knochenvorsprünge an den Gelenkrändern, so genannte Osteophyten. Diese Vorsprünge stoßen mit anderen Teilen des Gelenks zusammen – daher der Begriff Impingement, das englische Wort für Zusammenstoß. Durch den Zusammenstoß kommt es zu Einklemmungen und Bewegungseinschränkungen. Das Impingement tritt vor allem bei Fußballern häufig auf.

Unsere Spezialisten untersuchen genau, inwieweit es therapeutisch sinnvoll ist, die Folgen dieses so genannten Impingement im Sprunggelenk im Rahmen einer Arthroskopie zu beseitigen. Im Normalfall beheben wir die Einklemmungen im Rahmen einer Gelenkspiegelung und fräsen die Knochenausbuchtungen ab. Dies geschieht bildschirm-überwacht mittels Operationswerkzeugen, die wir durch millimeterlange Schnitte einführen.

Knorpelstimulation und -transplantation – bei jüngeren Patienten in Erwägung ziehen

Bei begrenzten Knorpelschäden können wir das Knorpelwachstum stimulieren, indem wir kleine, oberflächliche Löcher in den Knochen stechen, wodurch das Wachstum eines Faserknorpels angeregt wird.

Zudem können wir Knochen-Knorpel-Zylinder, die wir aus gesunden und wenig belasteten Knorpelregionen entnehmen, in kleinere Knorpeldefekte transplantieren.

Eine Knorpeltransplantation ist auch dadurch möglich, dass wir Patienten-eigene Knorpelzellen vermehren. Im Rahmen einer Gelenkspiegelung entnehmen wir Knorpelzellen aus wenig belasteten Bereichen des Gelenks, die wir dann in einem Speziallabor vermehren.

Knorpeltransplantationen
Knorpeltransplantationen sind nur bei Patienten unter 40 Jahren erfolgsversprechend.

In einem zweiten Eingriff, den wir als offene Operation durchführen, pflanzen wir diese Knorpelzellen dann in die defekte Stelle im Gelenk ein. Erfahrungsgemäß haben sich diese Maßnahmen jedoch nur bei Patienten unter 40 Jahren als erfolgsversprechend erwiesen.

Was wir gegen ein Fortschreiten der Arthrose tun können

Genauso wie in den anderen großen (und auch kleinen) Gelenken des menschlichen Körpers kann im Sprunggelenk eine Arthrose, ein Gelenkverschleiß, auftreten. Da freie Gelenkkörper, einklemmendes Gewebe und Knochenvorsprünge, aber auch Instabilitäten im gelenkstützenden Bandapparat und Fehlstellungen das Fortschreiten der Arthrose beschleunigen, gilt es stets genauestens die Ursachen zu ergründen, um mit unserer Behandlung die Schmerzsituation zu verbessern und den Verschleiß hinauszuzögern.

Therapeutisch können wir in den meisten Fällen ohne Operation helfen, etwa durch Einlagen, Physiotherapie oder Schmerzmittel. Aber auch die rechtzeitige Operation – meist im Rahmen einer schonenden Gelenkspiegelung durchgeführt – kann bei der Arthrose deutliche Erleichterungen bringen und ein größeres Bewegungsmaß ermöglichen.

Einer objektiven Empfehlung unserer Expertinnen und Experten können Sie vertrauen.

Beweglichkeit zurückbringen durch moderne und hochwertige Prothesen

Ist die Arthrose im Sprunggelenk bereits weiter fortgeschritten, können wir mit einer Sprunggelenks-Endoprothese Beweglichkeit zurückbringen. Durch moderne Operationstechniken und hochwertige Prothesen liegen inzwischen umfassende positive Erfahrungen und überzeugende Langzeitergebnisse vor. 

Die Endoprothese des oberen Sprunggelenks bietet Ihnen als Patienten ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit und ermöglicht auch sportliche Beanspruchungen. Zudem wird durch das künstliche Sprunggelenk das Risiko gesenkt, dass benachbarte Gelenke überlastet werden.

„Die Endoprothese des oberen Sprunggelenks bietet Ihnen als Patienten ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit und ermöglicht auch sportliche Beanspruchungen.“
Annabelle Fuchs, Funktionsoberärztin

Nach dem Einsetzen der Sprunggelenks-Prothese stellen wir das Gelenk für zwei bis drei Wochen in einer Gipsschiene ruhig und versorgen den Patienten anschließend für weitere vier Wochen mit einem Spezialschuh, aus dem heraus bereits mit dem operierten Fuß geübt werden kann.

Der Ausnahmefall: Versteifung (Arthrodese) des oberen oder unteren Sprunggelenks

Wenn die Arthrose massive Beschwerden und Bewegungseinschränkungen mit sich bringt, kann in einigen Fällen eine Versteifung (Arthodese) des oberen oder des unteren Sprunggelenkes erforderlich werden.

Wir wenden dabei unterschiedliche operative Techniken an, die genau auf die individuelle Problematik des einzelnen Patienten ausgerichtet sind. In Kombination mit genau abgestimmter orthopädischer Schuhversorgung kann dadurch ein sehr hohes Maß an Lebensqualität erzielt werden.

Zum möglichen Vorgehen und den sich bietenden Alternativen klären wir im Rahmen unserer Sprechstunden genau auf. Sprechen Sie uns an!

Bitte vereinbaren Sie alle Termine über das Orthopädische Sekretariat

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