Arthrose in der Schulter.

Behandlung durch anerkannte Schulter-Experten

Die Arthrose tritt in der Schulter zwar deutlich seltener auf als in Hüfte oder Knie, belastet die Patienten im Alltag aber ungemein. Anfangs hat sich der Schmerz nur schleichend verstärkt und ist nach gewissen Anlaufschwierigkeiten in der Früh auch wieder zeitweise verschwunden. Bei fortgeschrittener Schulter-Arthrose leiden Patienten auch in Ruhe und nachts unter Schmerzen. Und was sie oft noch mehr beeinträchtigt: Die Schulter ist in der Bewegung zusehends eingeschränkt, so dass manche alltägliche oder gar im Beruf notwendige Arbeiten nicht mehr auszuführen sind. Von bislang geliebten Sportaktivitäten wie Golfen oder Tennis ganz zu schweigen.

Omarthrose - die Ursache meist großer Schmerzen und Einschränkungen

Die Arthrose in der Schulter, auch Omarthrose genannt, entsteht meist durch Abnutzung des Gelenkknorpels, daher sind davon auch überwiegend ältere Menschen betroffen.

Der Knorpel umgibt den Oberarmkopf und die Schultergelenkspfanne, also die Gelenkflächen der Knochen im Schultergelenk. Wie elastische Pufferzonen entlasten die Knorpelflächen die Knochen von Druck und sorgen dafür, dass sie reibungslos gleiten können.

Durch den Verschleiß wird der Knorpel dünner, verliert seine Elastizität, es entstehen Risse, auch Entzündungen – vor allem bedingt durch abgelöste Knorpelstücke in der Gelenkflüssigkeit, so genannte freie Gelenkkörper.

Sind die Gelenkflächen nicht mehr von Knorpel bedeckt, kann Flüssigkeit in das Knochengewebe eindringen und dort Zysten bilden, was zu den Schmerzen führt.

Schmerzursache: erschwertes Gleiten im Gelenk 
Dort wo der Knorpel fehlt, reiben die Gelenkflächen aufeinander – so wie wenn man mit einem Auto auf der Felge führe. Die durch das erschwerte Gleiten im Gelenk verursachten Schmerzen führen zunehmend zu Bewegungseinschränkungen.

Häufig bildet der Knochen dann auch Vorsprünge (Osteophyten) nach außen, die Schmerzen verursachen und die Gelenkrotation noch unrunder werden lassen.

Ursachen einer Arthrose der Schulter (=Omarthrose)

Nicht nur der Knorpelverschleiß, von Fachleuten Degeneration genannt, kommt als Ursache für die Arthrose in Frage:

  • Frühere Verletzungen
  • Fehlstellungen
  • übermäßige Belastungen
  • Entzündungen
  • Durchblutungsstörungen im Oberarmkopf (Humerusnekrose)
  • Einrisse in der Rotatorenmanschette
„Die Patienten, die in unsere spezielle Schultersprechstunde kommen, haben in den meisten Fällen schon über lange Zeit versucht, mit nicht-operativen Behandlungsmethoden der Arthrose und dem Schmerz Einhalt zu bieten.“
Dr. René Könighofer, Geschäftsführender Oberarzt

Ausführliche Befragung und Untersuchung als Basis für die Therapievorschläge

Unsere Untersuchung beginnt immer mit einer ausführlichen Befragung, der so genannten Anamnese.

  • Bei welchen Bewegungen ist der Schmerz am stärksten?
  • Welche Belastungen können in Beruf oder Sport auf das Schultergelenk gewirkt haben?
  • Erinnert sich der Patient an Stürze, bei denen die Schulter gelitten hat?

Die körperliche Untersuchung mit Funktionstests schließt sich an. Röntgenbilder und auch ein MRT (Kernspin, Magnetresonanztomographie) geben Aufschluss über den Zustand der Knochen und die sie umgebenden Knorpelflächen.

Die Spezialisten erforschen die Ursache im Rahmen einer eingehenden Untersuchung während unserer Spezial-Sprechstunden. Wir bitten um eine Terminvereinbarung vorab - per Telefon oder per Online-Anfrage.

Nicht-operative Therapien, solange Schmerz und Einschränkung erträglich sind

Die Patienten, die in unsere spezielle Schultersprechstunde kommen, haben in den meisten Fällen schon über lange Zeit versucht, mit nicht-operativen Behandlungsmethoden der Arthrose und dem Schmerz Einhalt zu bieten.

Meist ist ihr Leidensdruck inzwischen sehr groß, so dass wir oftmals zu operativen Eingriffen raten. Nur wenn wir bei diesen Patienten eine Chance sehen, empfehlen wir eine konservative, also nicht-operative, Therapie.

Durch intensive Physiotherapie und weitere medikamentöse und physikalische Maßnahmen können Instabilitäten und Dysbalancen in der Belastung ausgeglichen und so die Stellung des Oberarmkopfs in der Pfanne besser zentriert werden.

Die konservative Therapie können wir in unserer Klinik unter Umständen auch unter stationären Bedingungen durchführen. 

Arthroskopie: Gelenkreinigender Eingriff bei Gelenkverschleiß

Falls die Arthrose noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, kann eine Gelenkspiegelung, also ein minimal-invasiver Eingriff, Schmerzen lindern und Beweglichkeit zurückbringen. Ein lediglich bleistiftdickes Rohr bringt Kamera und Licht in die betroffene Region, so dass wir den Eingriff am Monitor verfolgen können.

Wir arbeiten mit Operations-Instrumenten, die wir ebenfalls durch millimetergroße Schnitte einführen. Im Rahmen dieser Arthroskopie, wie die Gelenkspiegelung von Fachleuten genannt wird, glätten wir rauen, abgeriebenen Knorpel, entfernen lose Knorpelfragmente und tragen entzündete, schmerzhafte Gelenkhaut ab.

Bei der arthroskopisch durchgeführten Gelenkreinigung entfernen wir unter Umständen  auch entzündete Schleimbeutel. Vor allem bei älteren Patienten durchtrennen wir die durch das Schultergelenk verlaufende, Verschleißerscheinungen aufweisende Bizepssehne. Dies lindert die Beschwerden meist deutlich, ohne dass die Patienten dadurch merkbare Einschränkungen verspüren.

Ein eventueller Riss in den Muskeln der Rotatorenmanschette kann bei diesem Eingriff ebenfalls genäht werden. Durch diese Operation, auch Gelenkreinigung genannt, können wir in einigen Fällen die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen lindern und das Voranschreiten der Arthrose verlangsamen.

Maßgeschneiderte Lösungen bei künstlichen Schultergelenken

Ausgewiesenes Schulterzentrum mit über 400 Ersatzoperationen im Jahr

Ist der Knorpelverschleiß jedoch zu weit fortgeschritten und haben sich Vorsprünge (Osteophyten) am Knochen gebildet, dann empfehlen wir, den defekten Knorpel am Oberarmkopf und in der Gelenkpfanne zu entfernen und durch Metall- oder abriebarme Kunststoffoberflächen zu ersetzen.

Wir können auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Varianten der Schulter-Prothesen – allesamt aus hochwertigem Titan und teilweise aus Kunststoff – zurückgreifen: Teils ersetzen wir nur eine Oberfläche, teils auch beide.

Wir bieten unseren Patienten Prothesen an, die auf dem Gelenk aufgesetzt werden, andere Prothesen verankern wir im Schaft des Knochens; für jeden individuellen Patienten suchen wir eine maßgeschneiderte Lösung.

Wir können unsere Patienten umfassend beraten, da wir gerade bei diesen Gelenkersatz-Operationen einen großen Erfahrungsschatz besitzen: Jahr für Jahr führen wir 350 bis 400 Schultergelenk-Ersatzoperationen durch.

Forschung & Entwicklung

Unsere Klinik für Orthopädie gilt aus ausgesprochenes Schulterzentrum: Nicht nur dass wir alljährlich fast 400 Schulterprothesen operieren und unsere Patienten von weither, sogar aus dem Ausland, anreisen - unser Chefarzt hat zusammen mit weiteren Experten mehrere Prothesen entwickelt.

Große Auswahl an Kunstgelenken

Da die gelenkbildenden Knochen bei den Patienten verschiedene Größen und Formen zeigen und auch der Winkel, in dem der Oberarm ansetzt, individuell unterschiedlich ist, bedarf es sehr unterschiedlicher Prothesen, um den Patienten eine schmerzfreie und weitgehend uneingeschränkte Bewegung zu ermöglichen.

So genannte modulare Systeme, die aus Teilstücken zusammengesetzt sind, erlauben bei fortschreitenden Schäden an der Rotatorenmanschette, später die anatomische Prothese in eine inverse Prothese umzubauen, ohne den Schaft, mit dem die Prothese fest im Knochen verankert wurde, ausbauen zu müssen.

Das Behandlungskonzept: So viel Natur wie möglich soll erhalten bleiben.

Bei der Auswahl des Kunstgelenks handeln wir stets nach der Prämisse, so viel gesunden Knochen zu erhalten wie möglich, so dass wir vor allem bei jüngeren Patienten die Option offen halten, das Kunstgelenk noch einmal auszutauschen.

Ist hauptsächlich der Oberarmkopf betroffen, ersetzen wir nur dort die Gelenkoberfläche. Weist auch die Schulterpfanne schwere Knorpelschäden und Deformierungen auf, schlagen wir in der Regel vor, beide Gelenkteile durch eine so genannte Schulter-Totalendoprothese zu ersetzen.

Je nachdem, welche Knochenschäden wir vorfinden und ob auch Muskeln der Rotatorenmanschette geschädigt sind, können wir zwischen anatomischen und inversen Endoprothesen wählen.

Termine in unseren Spezialsprechstunden

Die für Sie individuell geeignete Lösung erarbeiten wir im Rahmen unserer Spezial-Sprechstunden. Wir bitten um eine Terminvereinbarung vorab - per Telefon oder per Online-Anfrage.

Der Vorteil der inversen Prothese

Während bei der anatomischen Endoprothese die natürliche Gelenksituation nachgebildet wird, kehren wir bei der inversen Prothese die Verhältnisse um. Der Kopf des Gelenks wird im Schulterblatt verankert. Dies hat den Vorteil, dass andere Muskeln die Aufgabe der stark geschädigten Rotatorenmanschette übernehmen können.

Bei den Eingriffen gehen wir stets so vor, dass wir nur minimalste Schnitte setzen und die umliegende Muskulatur nicht verletzen.

Wechsel-Operationen (Revisionen)

Zwar weisen Kunstgelenke heute eine lange Haltbarkeit auf, doch können auch diese nach etwa 15 Jahren beginnen zu verschleißen oder sich zu lockern. Wir operieren häufig Patienten mit Kunstgelenken, die oftmals in anderen Kliniken implantiert wurden, und ersetzen dies durch eine neue Endoprothese. Diese so genannten Revisions-Operationen stellen stets eine besondere Herausforderung dar, dennoch können wir mit unserer langjährigen Erfahrung in der Regel gute Lösungen für unsere Patienten

Physiotherapie noch während des Aufenthalts in unserer Klinik

Patienten, die in unserer Klinik für Orthopädie eine Schulter-Endoprothese erhalten, bleiben für gewöhnlich fünf bis acht Tage in der Klinik. Während dieser Zeit beginnen unsere Physiotherapeuten bereits mit der Behandlung der Schulter, die dann zu Hause fortgeführt werden sollte, um die Beweglichkeit beizubehalten.

Um eine vollständige Funktionalität und Schmerzfreiheit zu erreichen, empfehlen wir eine zusätzliche Rehabilitation in Form einer Anschlussheilbehandlung, bei deren Vermittlung unsere Klinik (Entlassungsmanagement) gerne behilflich ist.

Langfristig können die Patienten mit dem künstlichen Gelenk wieder all jene Aktivitäten durchführen, die zwischenzeitig aufgrund der Schmerzen und der Bewegungseinschränkung nicht mehr möglich waren.

Um die Beweglichkeit der Schulter wieder zu erlangen, sollte nach der OP eine Reha absolviert werden.

Bitte vereinbaren Sie alle Termine über das Orthopädische Sekretariat

Telefonische Kontaktaufnahme

Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 16.00 Uhr
Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr.

Telefon: (089) 9270-2040

Falls das Telefon längere Zeit belegt sein sollte, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter oder nutzen Sie unseren Onlinekontakt. Wir rufen Sie gerne zurück.

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