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Klinikum Bogenhausen

Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin
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Schulterimpingement, Engpass-Syndrom der Schulter

Anfangs tat die Schulter nur weh, wenn z.B. die Wäsche aufzuhängen war. Doch zunehmend, so berichten die betroffenen Patienten, kamen auch Schmerzen in Ruhe dazu. Nachts können sie nur noch auf der anderen Schulter schlafen und wachen oft wegen Schmerzen auf. Die Schmerzen strahlen sogar in den Oberarm aus und führen zusehends dazu, dass die Bewegungsmöglichkeiten des Armes sich immer mehr einschränken.

Engstellen vereiteln, dass eine wichtige Sehne ungehindert gleiten kann

Die Diagnose lautet dann in vielen Fällen: Impingement-Syndrom. Ein Engpass im Schulterdachraum, dem Tunnel unter dem Schulterdach, hat zu Entzündungen und Reizungen, gelegentlich gar zu Verletzungen der dort verlaufenden Sehne geführt.

Risse in anderen Muskeln der Rotatorenmanschette – einer Muskelgruppe, die dem Schultergelenk wie ein Schutzmantel Stabilität verleiht - können bedingen, dass der Oberarmkopf nicht mehr mittig unter dem Schulterdach zentriert ist und es demzufolge zu Engstellen unter dem Schulterdach kommt.

Welche Ursache auch immer zugrunde liegt: Neben den oft unerträglichen Schmerzen besteht auch die Gefahr für die wichtige Supraspinatus-Sehne, dass sie im Laufe der Zeit ausfransen kann und zusehends Verschleißerscheinungen zeigt , die sogar zu einem Sehnenriss führen können.

Ursachen von Engpass-Syndromen im Schulterdach

Diese Ursachen können dazu führen, dass die Sehne in diesem Raum nicht mehr ungehindert gleiten kann.

  • Verkrümmungen oder Auswulstungen der Schulterdachknochen
  • Entzündete und dadurch geschwollene Schleimbeutel
  • Ein zu straffes Band
  • Kalkeinlagerungen oder Verdickungen der Supraspinatus-Sehne

Ebenso kann eine einseitige Muskelbelastung, wie sie bei Sportarten wie Tennis oder Handball, aber auch bei Berufstätigen, die viele Arbeiten über Kopf ausführen, auftritt, Impingement-Probleme hervorrufen.

Leichtere Beschwerden mit nicht-operativen Methoden lindern

Die Diagnose des Impingement-Syndroms sichern wir im Rahmen unserer speziellen Schultersprechstunde ab.

Für eine präzise Indikationsstellung erheben unsere Schulterspezialisten die Anamnese, also die individuelle Krankengeschichte, führen körperliche Untersuchungen durch und veranlassen die Bildgebung mit Röntgen sowie einer Magnetresonanztomographie (MRT), die sie anschließend analysieren.

Therapeutisch werden wir in den meisten Fällen die Beschwerden zunächst mit nicht-operativen Methoden behandeln, also "konservativ" zu bessern versuchen.

Konservative Methoden, das heißt: Unsere Patienten erhalten Medikamente, die Schmerzen lindern und zudem dafür sorgen, dass das betroffene Gewebe abschwillt und sich beruhigt. Dies wird durch Physiotherapie und physikalischer Therapie – etwa Elektrotherapie, Kältetherapie oder Ultraschall-Anwendungen – unterstützt.

Eine schonende Operation kann die bessere Option sein

Im Rahmen einer Gelenkspiegelung können wir Platz für die Sehne schaffen

Kommt es durch die konservative Therapie über Wochen zu keiner Besserung oder liegen von Anfang an fortgeschrittene Schäden an der Rotatorenmanschette vor, ist eine Operation zu empfehlen.

Engpass-Syndrome der Schulter operieren wir nahezu ohne Ausnahme im Rahmen eines minimal-invasiven Eingriffs, der Gelenkspiegelung oder Arthroskopie. Dazu führen wir ein bleistiftdickes Rohr mit Lichtquelle und Kamera in das Gelenk ein und können somit an einem Monitor genau erkennen, welche Problematik in dem Gelenk vorliegt.

Da oftmals entzündete und daher aufgequollene Schleimbeutel die Schmerzen verursachen, entfernen wir diese. Der Schleimbeutel wächst nach einigen Wochen wieder nach, dann aber ohne Entzündung.

Mit Hilfe von – ebenfalls über ein dünnes Rohr eingeführten – Präzisionsfräsen können wir Knochensporne und Unebenheiten des knöchernen Schulterdachs und eventuell auch einige Millimeter der Unterseite abfräsen und so mehr Platz schaffen.

Vorteil der minimal-invasiven OP: Unauffällige Narben. Schnellere Regeneration.

Unsere Erfahrung ermöglicht uns, die vielfältigen Operationsschritte, die notwendig sein können, um ein Engpass-Syndrom in der Schulter zu behandeln, in den meisten Fällen minimal-invasiv durchzuführen.

Die Wunden der kurzen Schnitte verheilen schnell wieder, der Patient erleidet weniger Schmerzen und behält lediglich kurze unauffällige Narben zurück. Durch die schonende Methode sind die Patienten deutlich schneller wieder fit und können rasch in Alltag und Beruf zurückkehren.

Risse in Muskeln der Rotatorenmanschette vernähen wir bei demselben Eingriff

Liegen ein oder gar mehrere Risse in den Sehnen der Rotatorenmanschette vor, nähen wir diese im Rahmen der Gelenkspiegelung gleich mit.

Meist gelingt auch das arthroskopisch; bei sehr großen Rissen oder Folgeeingriffen wird der Schaden über einen kleinen Hautschnitt repariert. 

Sollten Sehnen komplett gerissen sein, befestigen wir diese mit Spezialankern im Oberarmknochen. Sogar wenn die gerissenen Sehnen nicht mehr zu verbinden sind, stehen uns Optionen offen. Wir können Muskelanteile aus nahe gelegenen Körperregionen entnehmen und sie als Ersatz in die Rotatorenmanschette einpflanzen.

Ein gut funktionierendes Muskelkorsett rund um das Schultergelenk verhindert eine nicht zentrierte Lage des Oberarmkopfes und dadurch bedingte Engstellen. Zudem verringern die Operationen das Risiko einer späteren Arthrose in der Schulter.

Meist nur ein- bis zweiwöchige Schonung der Schulter notwendig

Wenn bei der Operation des Engpass-Syndroms kein Eingriff an der Rotatorenmanschette erforderlich war, müssen die Patienten ihre Schulter nach der Operation noch ein bis zwei Wochen schonen.

Falls aber eine Sehne genäht werden musste, wird der Arm in einem speziellen Verbandskissen gelagert und darf sechs Wochen nicht benutzt werden. Sehnen brauchen so lange, um zu heilen.

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