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Klinikum Bogenhausen

Klinik für Herzchirurgie
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Aortenaneurysma

Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, eine angeborene Bindegewebsschwäche oder Verletzungen durch einen Unfall führen zu Veränderungen der Gefäßwand. Dadurch kann es zu einer Ausweitung der Brustschlagader, dem sogenannten Aortenaneurysma kommen. In diesen Bereichen wird die Aortenwand dünn, das Gewebe fragil und kann plötzlich einreißen oder im schlimmsten Falle platzen, was zu einer lebensbedrohlichen Blutung führen kann. Oft ist die Diagnose eines Aneurysmas ein Zufallsbefund, da die Erkrankung meist keine Symptome verursacht und erst im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt wird.

Operation ist abhängig von der Größe des Aneurysmas

Ob ein Aortenaneurysma operiert werden muss, hängt von seiner Größe ab. Kleinere, symptomlose Aneurysmen müssen nicht operiert werden sondern bedürfen nur einer regelmäßigen Kontrolle durch den Arzt. Erst ab einem Durchmesser von ca. fünf Zentimetern im Brustraum muss ein Aneurysma behandelt werden.

Offene Operation bei herznahen Aneurysmen empfohlen

Besonders anspruchsvoll ist die Sanierung eines Aneurysmas bei Beteiligung des Aortenbogens, da in diesem Bereich die hirnversorgenden Arterien ihren Ursprung nehmen.

Der Aortenbogenersatz durch eine Gefäßprothese wird dann meist unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine in tiefer Hypothermie (Herabsetzung der Körperkerntemperatur) durchgeführt, um den Sauerstoffverbrauch der Organe, vor allem des Gehirns, zu senken.

Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit des Patienten zu erhöhen und die erforderliche Kreislaufunterbrechung auf das Notwendigste zu reduzieren. In unserer Klinik gehört dieses Verfahren zum Standard.