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Klinikum Bogenhausen

Klinik für Herzchirurgie
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Bypass-OP bei verkalkten Herzkranzgefäßen

Verkalkte Herzkranzgefäße behindern den Blutfluss und das Herz wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das typische Symptom ist die Angina pectoris, die mit Engegefühl in der Brust, Brustschmerzen und Atemnot einhergeht. Schreitet die Erkrankung weiter voran, kann ein Herzinfarkt die Folge sein. Das Spezialgebiet unserer Herzchirurgen ist die sogenannte koronare Bypass-OP. Ein Bypass überbrückt als "Umleitung" die verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäße. Zur Überbrückung verwenden wir wenn möglich immer körpereigene Arterien. Bypass-Operationen führen wir entweder mit oder ohne Herz-Lungen-Maschine durch. Operationen mit Herz-Lungen-Maschine gehören bei uns zum Standardverfahren.

Lange Lebensdauer der Gefäße (komplette arterielle Myokardrevaskularisation)

Besonders spezialisiert sind wir auf koronare Bypassoperationen unter Verwendung beider Brustwandarterien. Diese arteriellen Gefäßumleitungen bleiben nachweislich am besten und längsten von allen Bypässen funktionsfähig. Auch 10 Jahre nach einer Bypass-OP sind 90% der Gefäße offen, also nicht verkalkt.

Schnellere Erholung nach Bypass-OP bei Risikopatienten: das OPCAB-Verfahren

Patienten, die auf Grund ihrer Begleiterkrankungen, wie eine stark verkalkte Körperschlagader, stark eingeschränkte Lungenfunktion oder eingeschränkter Nierenfunktion ein erhöhtes Risiko für die Anwendung der Herz-Lungen-Maschine aufweisen, können durch die OPCAB-Technik (off-pump Coronary Artery Bypass) enorm profitieren.

Es handelt sich hierbei um ein Verfahren, bei dem in enger Zusammenarbeit mit der Anästhesiologie, die Bypassversorgung ohne Anwendung der Herz-Lungen-Maschine am schlagenden Herzen durchgeführt wird.

Ziel ist hierbei, die erkrankten Adern und vorgeschädigten Organe so wenig wie möglich in ihrer normalen Funktion zu beeinträchtigen und so das Risiko des Eingriffs zu minimieren. Im Raum München ist unsere Klinik führend in der Anwendung dieser schonenden operativen Technik.

Besonders schonend: die MIDCAB-Technik

Patienten, die eine isolierte Erkrankung der Koronararterien auf der Vorderwand des Herzens vorweisen, empfehlen wir die MIDCAB- Technik (minimally invasive direct coronary artery bypass). Der operative Zugang erfolgt minimal-invasiv direkt zwischen den Rippen.

Die Wunde ist gerade mal 6 – 8 Zentimeter lang. Ein Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ist nicht erforderlich. Die MIDCAB-Chirurgie ist ein anspruchsvolles Verfahren, bei dem man eine hohe Expertise benötigt, für den Patienten aber besonders schonend ist.