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Klinikum Bogenhausen

Klinik für Herzchirurgie
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(089) 9270-2631

Herzklappen-OP

Herzklappen sind die Ventile, die den Blutstrom in den Herzkammern regeln. Sind sie defekt, versucht das Herz die Problematik auszugleichen, um den Körper weiterhin ausreichend mit Sauerstoff versorgen zu können. Diese Mehrarbeit schädigt auf Dauer das Herz und kann zu einer Herzinsuffizienz führen. Herzklappenfehler sollten daher möglichst frühzeitig behandelt werden, um eine Schädigung des Herzens zu vermeiden. Als ausgewiesener Experte hat Prof. Dr. Walter Eichinger zahlreiche Publikationen zu klappenerhaltenden Verfahren und dem Herzklappenersatz mit Bioprothesen veröffentlicht.

Herzklappenrekonstruktionen. Reparieren statt ersetzen

Wenn möglich, versuchen unsere Ärzte in aller Regel die natürliche Funktion der Herzklappe wiederherzustellen. Für den Patienten verspricht es eine längere Lebenserwartung und eine verbesserte Lebensqualität. Sind die Herzklappen allerdings zu stark verkalkt, müssen sie in der Regel ersetzt werden.

Unsere Klinik hat einen internationalen Ruf bei klappenerhaltenden Operationsverfahren, die wir bei Defekten der Aortenklappen, Mitralklappen und Trikuspidalklappen durchführen. Herzklappenrekonstruktionen führen wir meist unter Anwendung minimal-invasiver Techniken durch, die für den Patienten schonender sind und nur kleine Narben hinterlassen.

Nur wenige herzchirurgische Zentren bieten dieses innovative Verfahren an und ist in unserem Hause ein Standardverfahren. Am häufigsten werden Mitralklappenrekonstruktionen bei undichten Mitralklappen, der sogenannten Mitralklappeninsuffizienz durchgeführt, während Aortenklappenrekonstruktionen meist nur bei ausschließlich vorliegender Aortenklappeninsuffizienz möglich sind.

Die undichten Aortenklappen werden entweder durch die Yacoub-Technik oder die David-Technik wiederhergestellt, indem die Gefäßprothesen neu modelliert oder über die Klappe gestülpt werden. Diese beiden OP-Techniken sind chirurgisch anspruchsvoll und werden bei uns seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.

Herzklappenersatz bei schweren Stenosen (Verengungen)

Leidet der Patient an einer schweren Aortenklappenstenose oder Mitralklappenstenose, ist der operative Ersatz der Herzklappe die Behandlung der Wahl. Zur Verfügung stehen drei verschiedene Arten von Ersatzklappen:

  • Biologische Prothesen
  • Mechanische Prothesen

In unserer Klinik implantieren wir bevorzugt biologische Prothesen, die für den Patienten eine höhere Lebensqualität bedeuten, da eine lebenslange Einnahme von Medikamenten zur Blutgerinnung nicht notwendig ist, wie es bei mechanischen Prothesen der Fall ist.

Allerdings empfehlen wir bei jüngeren Patienten den Einsatz von mechanischen Prothesen, da auch biologische Herzklappen wieder verkalken können und so eine zweite Operation vermieden wird.

TAVI-Behandlung: sicherer Herzklappenersatz.

Gütesiegel für Bogenhausen. Methode auch für Risikopatienten geeignet

Das Klinikum Bogenhausen ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) als TAVI-Zentrum zertifiziert worden. Um das Qualitätssiegel zu erhalten, müssen hohe Standards erfüllt werden. Dazu gehören erfahrene Kardiologen und Herzchirurgen, die mindestens 25 Operationen im Jahr und mindestens 50 im Zentrum durchführen.

Das Klinikum Bogenhausen ist eines von insgesamt 27 Zentren in Deutschland, das die personellen, technischen, strukturellen und organisatorischen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erfüllt und damit das Gütesiegel als TAVI-Zentrum erhalten hat. TAVI Eingriffe werden an allen Standorten des Klinikum München durchgeführt - immer zusammen mit der Herzchirurgie in Bogenhausen.

Seit 2007 wird die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) durchgeführt. Die neue Herzklappe wird minimal-invasiv entweder mithilfe eines Katheters über die Leistenarterie bis zum schlagenden Herzen vorgeschoben oder an der linken Brustkorbseite über die Herzspitze positioniert.

Das TAVI-Verfahren ist besonders schonend, da der Eingriff am schlagenden Herzen erfolgt und keine Herz-Lungen-Maschine benötigt wird.

Patienten ab 75 Jahren, die unter schweren Begleiterkrankungen leiden, konnten früher aufgrund des hohen Risikos oft nicht mehr einer Operation unterzogen werden. Dank der TAVI-Methode, der sogenannten interventionellen kathetergestützten Aortenklappenimplantation, kann diese Patientengruppe nun sicher und lebensrettend behandelt werden.

INFO: TAVI (Transkatheter-Aortenklappen-Implantation)

Enge Kooperation mit der Kardiologie
Pro Jahr werden derzeit etwa 200 Patienten mit dem schonenden TAVI-Verfahren behandelt. Der Eingriff wird in enger Zusammenarbeit von Herzchirurgen mit Kardiologen und erfahrenen Herz-Anästhesisten im Team durchgeführt, so dass alle Zugangswege angeboten und evtl. auftretende Komplikationen sofort behandelt werden können.

Behandlungsspektrum – Herzklappenchirurgie bei Erwachsenen

  • Ersatz der Mitral- und Aortenklappe durch biologische und mechanische Prothesen
  • Minimalinvasiver Ersatz der Aortenklappe
  • Ersatz der Aortenklappe durch Homograft
  • Minimalinvasiver Ersatz oder Rekonstruktion der Mitralklappe
  • Rekonstruktion der Aortenklappe nach David und Yacoub unter Erhalt der Aortenklappe
  • Ersatz oder Rekonstruktion der Trikuspidalklappe
  • Interventionelle kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI)

Die Herz-OP: was Sie als Patient unbedingt wissen sollten.

Sie sind in unserem Haus bestens betreut und müssen sich um nichts kümmern!

Am Abend vor Ihrer Herzoperation werden Sie über die Risiken und den Umfang des herzchirurgischen Eingriffs von unseren Ärzten und Anästhesisten über die Art und Risiken der Narkose aufgeklärt.

Im Rahmen der Operationsvorbereitung wird der zu operierende Körperteil rasiert und mit einer speziellen desinfizierenden Seifenlösung gewaschen.

Am Abend vor der Operation müssen Sie ab 22:00 Uhr nüchtern bleiben. Nur ein kleiner Schluck Wasser zur Einnahme Ihrer Medikamente ist erlaubt.

Bitte geben Sie Ihre Wertsachen vor der Operation mit nach Hause oder zur Verwahrung in die Kasse (im Erdgeschoss). Ihre Koffer und Kleidung werden von unseren Stationsmitarbeitern während der Operation unter Verschluss gehalten.

Nach der Operation verbringen Sie die erste Nacht auf jeden Fall auf der herzchirurgischen Intensivstation 01 (U1 West) und werden in den meisten Fällen am nächsten oder übernächsten Tag auf die herzchirurgische Wachstation 16B (E1 Ost) zur weiteren Überwachung verlegt.

Nach weiteren ein bis zwei Tagen können Sie den restlichen Aufenthalt zur vollständigen Genesung auf der Normalstation verbringen.

Ein wichtiges Ziel im Rekonvalenzprozess ist die rasche Mobilisierung durch unsere Physiotherapeuten, um Ihre ursprüngliche körperliche Kondition wiederherzustellen.

Die Anschlussheilbehandlung (Reha) wird mit Ihnen und der Sozialabteilung unserer Klinik während Ihres Aufenthalts koordiniert. Dabei können Sie nach Möglichkeit entscheiden, in welche Einrichtung Sie gerne gehen möchten. Der Aufenthalt in der vorgesehenen Einrichtung wird nach Kostenzusage Ihrer Krankenkasse für Sie geplant.

Terminwünsche und Anfragen an die Klinik für Herzchirurgie

Telefonische Kontaktaufnahme

Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 16.30 Uhr
Freitag von 8.00 bis 15.00 Uhr.

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