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Klinikum Bogenhausen

Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin
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(089) 9270-2071

Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Angina pectoris

Verengungen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße, die sich in Brustschmerzen, Druck und Engegefühle äußern – den typischen Symptomen der Angina pectoris - sind Ursache der koronaren Herzkrankheit. Je nach Ausprägung der Erkrankung, besteht bei Betroffenen die Gefahr, dass sie einen Herzinfarkt erleiden, da verstopfte Gefäße das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Treten bei Ihnen entsprechende Symptome auf, sollten Sie bei erfahrenen Kardiologen Ihre Herzgefäße untersuchen lassen, um Grad und Ausprägung Ihrer Erkrankung festzustellen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den Todesursachen Nummer 1.

Sichere und schonende Behandlung durch Herzkathetertechnik

Ein Schwerpunkt unserer Klinik liegt auf der invasiven Diagnostik und Therapie von Herzkranzgefäßerkrankungen. Die Herzkathetertechnik ist die sicherste Methode, um Verengungen der Herzkranzgefäße festzustellen und kann in vielen Fällen die Operation am offenen Herzen verhindern.

Die Behandlung von Gefäßverengungen erfolgt interventionell mit Ballon-Dilatation und Stents. Es kommen die neuesten medikamenten-beschichteten Stentarten einschließlich bioresorbierbaren Scaffolds zum Einsatz. Medikamenten-beschichtete Stents verhindern, dass sich das betreffende Gefäß durch Gewebewucherungen wieder verengt.

Die Einbringung der Gefäßstützen wird durch moderne bildgebende Verfahren, z.B. intravaskulärem Ultraschall (IVUS) und optischer Kohärenztomographie (OCT) unterstützt. Hierbei wird vorrangig der Zugangsweg über den Arm (Arteria radialis) gewählt. Engstellen können mittels Druckdraht genau gemessen werden (FFR).

Bei stark verkalkten Gefäßen wenden wir die Rotablation an. Hierbei wird ein Kanal in das verkalkte Gefäß gebohrt, damit ein Stent implantiert werden kann.

Interventionell behandelt werden außer den Herzkranzgefäßen auch andere Gefäße bei Engstellen, wie die Aorta, Halsschlagader (Carotis), Nieren- und Beingefäße.

Eines der größten Herzkatheterlabore im Raum München
In unserer Klinik führen wir jährlich über 5.000 Herzkatheteruntersuchungen durch und gehören zu den größten Kliniken im Raum München. Unsere Kardiologen haben durch die jahrelange Anwendung die Erfahrung, Ihnen die bestmögliche Therapie für Ihre individuelle Situation bieten zu können.

Medikamente zur unterstützenden Behandlung

Medikamente können die Prognose einer koronaren Herzkrankheit verbessern. Einige lindern die Symptome, die mit einer koronaren Herzkrankheit einhergehen. Patienten, die eine Stentimplantation oder eine Bypass-OP erhalten haben, müssen prophylaktisch sogenannte Thrombozytenfunktionshemmer einnehmen, um die Bildung von Thrombosen in den arteriellen Gefäßen zu verhindern.

Überblick über unsere diagnostischen und invasiven Verfahren

Invasive diagnostische Verfahren

  • Linksherzkatheter (Koronarangiographie und Ventrikulographie)
  • Kombinierte Links- und Rechtsherzkatheter
  • Intravaskulärer Ultraschall
  • Optische Kohärenztomographie
  • Intrakoronare Flussmessung (FFR)
  • Intrakoronare Druckmessung
  • Protektionssystem für Eingriffe an Bypassgefäßen
  • Pulmonalisangiographie
  • Myokardbiopsien

Nicht-invasive Diagnosemöglichkeiten

  • EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG
  • Echokardiografie, Stressechokardiografie
  • Positron Emission Tomography
  • Stress-Magnetresonanztomografie
  • Koronar-CT-Angiografie
  • Kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie

Invasive therapeutische Verfahren

  • Ballondilatation (PTCA, perkutane transluminal coronary Angioplastie)
  • Stentimplantationen
  • Nicht-medikamentenfreisetzend
  • medikamentenfreisetzend
  • Implantation von bioresorbierbaren Gefäßstützen (Scaffolds)
  • Rotablation
  • Ballonvalvuloplastie
  • Intraaortale Ballon-Gegenpulsation (IABP)
  • Assistsysteme im kardiogenen Schock (Cardiohelp)

Chest Pain Unit. Soforthilfe und lebensrettende Behandlung bei Verdacht auf Herzinfarkt

Unsere Klinik ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Chest Pain Unit zertifiziert. Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt können hier schnellstmöglich identifiziert und zeitnah lebensrettend behandelt werden.

Die Auszeichnung erhalten nur Kliniken, die hohe Qualitätsstandards in der Notfall-Versorgung von Patienten mit ungeklärtem Brustschmerz erfüllen. Voraussetzungen sind unter anderem eine 24-Stunden Herzkatheterbereitschaft und Kardiologen mit umfassenden Erfahrungen in der Katheterbehandlung.

In der Internistischen Intensivmedizin, zu der auch unsere Chest Pain Unit gehört, können bis zu 28 Patienten überwacht und beatmet werden. In kritischen Situationen helfen Kreislaufunterstützung mit Ballon- oder Impella-Pumpe, Nierenersatzverfahren mit Hämofiltration oder Lungenunterstützung mittels künstlicher Lunge, Leben zu retten.

Enge Kooperation mit der Herzchirurgie bei Bypass-OP

In einigen Fällen, z.B. wenn die drei Hauptstämme der Herzkranzgefäße stark verengt sind, wird eine Bypass-Operation durchgeführt, die in Kooperation mit unseren Kollegen der Herzchirurgie durchgeführt wird. Dabei wird ein gesundes Gefäß aus dem Brustkorb oder dem Unterschenkel entnommen und hinter der Engstelle auf das Herzkranzgefäß genäht. Die OP ist zwar aufwendig, verbessert aber die Lebensqualität der Patienten erheblich.

Forschungsprojekte, an denen Patienten bei Interesse teilnehmen können

Um für unsere Patienten eine auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Diagnostik und Behandlung zur Verfügung stellen zu können, führen wir kontinuierlich klinisch-wissenschaftliche Studien in unserer Klinik durch. Aktuelle klinische Untersuchungen sind

  • Koronare Herzerkrankung und Stentimplantation
  • Thrombozytenaggregationshemmung