Operative Eingriffe an Lunge, Brustwand, Mittelfellraum

Das gesamte Spektrum der Thoraxchirurgie - von kleinen, abklärenden Eingriffen bis hin zu großen Tumoroperationen.

Weniger Belastungen durch minimal-invasive Eingriffe (VATS)

„An unserer Klinik werden minimal-invasive Eingriffe in zunehmender Anzahl über nur mehr einen einzigen, wenige Zentimeter kleinen Schnitt durchgeführt!“
Prof. Dr. Johannes Bodner

Der überwiegende Großteil aller Eingriffe erfolgt in unserer Klinik über die schonende, minimal-invasive Methode der Video-Assistierten Thorakoskopie (VATS).

Dies trifft auch und im besonderen auf technisch anspruchsvolle große Tumoroperationen der Lunge zu. Damit können die unangenehmen Belastungen, welche in Folge jeder Operation auftreten, deutlich reduziert werden.

Vorteile der videoassistierten Thorakoskopie

Die Brustkorbmuskulatur und die Rippen mit ihren empfindlichen Nerven werden im Rahmen eines Video-thorakoskopischen Eingriffs spürbar weniger beeinträchtigt.

Die Patienten empfinden weniger Schmerzen und erholen sich rascher von der Operation, die Brustkorbbeweglichkeit und damit die Atemfunktion werden kaum eingeschränkt.

In der Regel können die VATS-Patienten bereits wenige Tage nach der Operation wieder nach Hause entlassen werden.

Häufig bei uns behandelte Schwerpunkte im Überblick

Weitere Krankheitsbilder und Eingriffe an unserer Abteilung für Thoraxchirurgie

  • Unklare Rundherde/Schatten auf der Lunge
    Unklare Rundherde oder Schatten auf der Lunge werden schonend über die  „Schlüsselloch-Methode“ abgeklärt bzw. entfernt.
  • Lungen- und Brustwandverletzungen
    Lungen- und Brustwandverletzungen behandeln wir je nach Art und Ausmaß der vorliegenden Verletzung; oft reicht das Einbringen einer Drainage in die Brusthöhle.
  • Lungenemphysem, COPD
    Durch operative Entfernung besonders überblähter Lungenabschnitte kann die Lungenkraft und damit die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert werden. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Einrissen überblähter Lungenabschnitte werden diese operativ abgedichtet. Auch diese Eingriffe erfolgen in der Regel über die „Schlüsselloch-Methode“.
  • Lungengerüsterkrankungen, Lungenfibrose
    Mittels der „Schlüsselloch-Methode“ entnehmen wir Lungengewebsproben zum Nachweis von Art und Ursache der Veränderungen.
  • Entzündlich zerstörte Lungenabschnitte, Pilzerkrankungen der Lunge (Aspergillom, semiinvasive Aspergillose) oder Atemwegsaussackungen (Bronchiektasen)
    Anhaltenden Erfolg bringt zumeist nur die operative Entfernung der betroffenen Lungenabschnitte. Diese technisch sehr anspruchsvollen Eingriffe (Lungenlappenresektion, Segmentresektion, Pneumonektomie) führen wir regelmäßig über die „Schlüsselloch-Methode“ durch.
  • Angeborene Lungenfehlbildungen (Lungensequester, zystische adenomatoide Malformation, bronchogene Zyste, Lobäremphysem)
    Die betroffenen Lungenabschnitte werden je nach Alter der Patienten (oft Kleinkinder) über die „Schlüsselloch-Methode“ oder über die herkömmliche Operationsmethode entfernt.
  • Vergrößerte Lymphknoten um die Lunge und im Mittelfellraum
    Veränderte Lymphknoten können zur feingeweblichen Untersuchung über die „Schlüsselloch-Methode“ von nahezu jeder Stelle des Brustraums entnommen werden.
  • Erkrankungen der Luftröhre
    Tumoren oder narbige Verengungen können Teilentfernungen der Luftröhre erforderlich machen. Abhängig davon, welcher Luftröhrenabschnitt betroffen ist, erfolgen derartige Eingriffe über einen Schnitt am unteren Halsende, mit Eröffnung des Brustbeins oder über die seitliche Eröffnung des Brustkorbs.
  • Herzbeutel- (Perikard)-Erguss
    Sammelt sich im Herzbeutel Flüssigkeit an, wird die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigt. Über die „Schlüsselloch-Methode“ legen wir eine Öffnung („Fenster“) am Herzbeutel an, so dass die Flüssigkeit abrinnen kann.

Jeder Eingriff wird durch eine sorgfältige Abklärung vorbereitet

Vor einer Operation ist es zunächst wichtig, möglichst viele Informationen über die krankhafte Veränderung etwa der Lunge zu erlangen. Dazu stehen verschiedenste Methoden zur Verfügung, welche in Zusammenarbeit mit unseren Partnern der Lungenheilkunde (Pneumologie) und Röntgenabteilung (Radiologie) angewandt werden.

Bereits während einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) können Lymphknoten in Nachbarschaft der Lunge oder der Atemwege mittels Ultraschallsonde nachgewiesen und in der Folge mit einer Hohlnadel zur Probenentnahme punktiert werden. Den ausgewiesenen Experten der Abteilung für Pathologie reichen zumeist winzige Gewebeproben zur Analyse aus.

Gänzlich ohne Gewebegewinnung kann mittels Positronenemissionstomographie - der derzeit modernsten bildgebenden Methode - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zwischen gut- und bösartigen Veränderungen unterschieden werden.

Tumorkonferenz: Neueste Erkenntnisse & Fortschritte in der Krebsbehandlung fließen in die Therapie

In einer sogenannten interdisziplinären Tumorkonferenz kommen Experten aller beteiligten Fachrichtungen regelmäßig zusammen, bewerten die Untersuchungsergebnisse und erstellen ein jeweils individuelles Behandlungskonzept.

Die Therapieempfehlung erfolgt auf Basis der Therapierichtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und internationaler Leitlinien, und immer unter Berücksichtigung der jeweiligen Art und Ausprägungen der Krebserkrankung.

Das hohe Fachwissen der Experten stellt sicher, dass immer die neuesten Erkenntnisse und Fortschritte in die Krebsbehandlung einfließen.

Unser Kontakt für Ihre Fragen, Aufnahme- & Terminwünsche

Telefon-Hotline - tagsüber

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